Freitag, 8. August 2003

Rapid erwischte mit 4. Sieg in Folge besten Saisonstart seit 16 Jahren

  • Die Boy-Band aus Hütteldorf wird zum Sommerhit 2003
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Aufbruchs-Stimmung in Wien-Hütteldorf. Kein Wunder: Rapid ist seit 16. April ungeschlagen, ist Tabellenführer ohne Punktverlust und hat die jüngste Mannschaft der Liga. Österreichs populärster Fußball-Verein ist wieder in aller Munde. Rekordmeister setzte am Donnerstag in der vierten Runde der T Mobile-Bundesliga mit dem 2:0 in Graz beim SK Sturm mit dem vierten vollen Erfolg die Siegesserie fort. Noch lange nach Schluss-Pfiff feierten die zahlreichen mitgereisten Fans im Schwarzenegger-Stadion mit "die Rapid Wien ist wieder da" ihre Lieblinge.

Was auf jeder Party zwischen Neusiedlersee und Bodensee der Ohrwurm "Ab in den Süden" ist, das ist in Österreichs Stadien derzeit die Grün-Weiße Boy-Band. Youngsters wie Andreas Ivanschitz, Steffen Hofmann, Helge Payer, Stefan Kulovits und Co lachen mit zwölf Punkten von der Tabellenspitze. Fürs 261. Wiener Derby gegen den Erzrivalen FK Austria Memphis Magna blieben Roman Wallner und Roman Kienast zudem im Talon. Eines steht fest: Das Gerhard Hanappi-Stadion wird am 17. August aus allen Nähten platzen.

"Es könnten leicht Brände entstehen"
Trotz der schwächsten Leistung in der bisherigen Saison fuhr Rapid auch aus der europäischen Kulturhauptstadt erneut mit drei Punkten nach Hause. "Wir haben 89 Minuten gut verteidigt und in einer Minute zwei Mal eiskalt zugeschlagen", analysierte Kapitän Hofmann nach der Party im Glutofen Graz-Liebenau. "Scheich Pepi" Hickersberger, der aus seiner arabischen Zeit solche Temperaturen als normal empfindet, verzog zunächst keine Miene. Dann kam er doch ein wenig ins Schmunzeln, als er meinte, "es könnten leicht Brände entstehen." Den Hütteldorfern gelang der beste Saisonstart seit 16 Jahren. 1987 gewannen die Grün-Weißen die ersten acht Spiele in Serie.

Kartnig verweigerte Interviews
Sturm-Präsident Hannes Kartnig hatte vor der Partie mit Aussagen vom "Flaschl-Klub" Rapid aufhorchen lassen, nach der Partie erschien der einstige Sonnen-König des steirischen Fußballs gar nicht zu den Interviews. Ein Punkt nach vier Runden (0:0 daheim gegen FC Kärnten), seit 17. Mai daheim torlos und der letzte Sieg am 26. April hatten dem Big Boss die Sprache verschlagen.

(apa/red)

8.8.2003 13:49