Hitze-Welle: Über 70 Tote in Frankreich & Spanien!
- Neue Temperaturrekorde in Deutschland und Großbritannien
- Und: Mitte der Woche wird's noch heißer!
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Zu viel Sonne kann krank machen
Nach wochenlanger Hitze steigt die Opferzahl in Westeuropa nun dramatisch: Im Großraum von Paris wurden mindestens 50 Menschen Opfer der brütenden Hitze - dort wurde mit 25,5 Grad die bisher heißeste Nacht (!) seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet. In Spanien sind drei Menschen der Hitzewelle zum Opfer gefallen, bei einem Waldbrand im Norden des Landes kamen fünf Menschen um.
Ein 37-jähriger Mann aus Jerez sowie ein alter Mann und eine Seniorin aus Bilbao im Baskenland erlitten einen Hitzschlag, wie die Gesundheitsdienste am Montag mitteilten. Damit stieg die Zahl der Hitze-Toten in Spanien seit Ende Juli auf 22. Bei den beiden älteren Menschen handelte es sich um die ersten Hitzeopfer im Baskenland.
In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica fielen drei Bewohner der Hitzewelle zum Opfer, wie die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten. Im früheren Jugoslawien herrschen seit fast zwei Monaten Temperaturen über 35 Grad.
Leitungswasser wird in Frankreich abgestellt
Rund 900 Bewohnern der Ortschaft Vezelise bei Nancy in Lothringen ist wegen der Trockenheit das Wasser abgestellt worden. Bürgermeisterin Monique Francois beschloss nach Angaben der Gemeinde vom Montag, rund 300 Haushalten jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr das Leitungswasser abzudrehen. Es gebe ernsthafte Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung, hieß es.
Neue Hitze-Rekorde
In Großbritannien wurde erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen die Marke von 100 Grad Fahrenheit (37,7 Grad Celsius) überschritten. Der Rekordwert von 37,9 Grad Celsius wurde zunächst am Sonntag am Londoner Flughafen Heathrow gemessen, später meldete der Wetterdienst sogar 38,1 Grad in der südenglischen Ortschaft Gravesend. Die bisherige Rekordmarke stammte mit 37,2 Grad aus dem Jahr 1990.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat unterdessen seine Messung der Höchsttemperatur vom Wochenende korrigiert. Er hatte am Wochenende berichtet, in Roth (Bayern) 40,4 Grad gemessen zu haben. Das wäre laut DWD der höchste Wert in Deutschland seit Beginn der Messungen im Jahr 1730 gewesen. Eine Überprüfung ergab aber, dass der Mess- Automat nicht vorschriftsgemäß aufgestellt war - statt in einer speziellen "Wetterhütte" stand das Gerät im Freien. Die tatsächliche Temperatur in Roth sei bei ungefähr 38 Grad gelegen, sagte Bauer am Montag. (APA/red)
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