Sonntag, 10. August 2003

Kein Ende: Neue Waldbrände wüten in Südeuropa

  • Hitzerekord in Großbritannien: 38,1 Grad in Gravesend
  • PLUS: Die Bilder des Flammeninfernos!

In zahlreichen Urlaubsregionen Südeuropas wüten noch immer Waldbrände. Im Nordosten Spaniens mussten am Sonntagabend rund 500 Menschen ihre Wohnungen verlassen, nachdem nahe der Ortschaft Sant Llorenc Savall bei Barcelona gleich zwei neue Waldbrände ausgebrochen waren. Nach Angaben der Behörden brannten innerhalb weniger Stunden 750 Hektar Wald nieder.

In Portugal weiteten sich die Feuer auch auf die Ferienregion Algarve aus, die bisher verschont geblieben war. Windböen fachten die Brände immer wieder an. In der Ortschaft Marmelete mussten nach Behördenangaben 300 Menschen ihre Häuser verlassen. In der Region stehe der Wald an acht weiteren Stellen in Flammen. Bis Sonntag seien 53 Menschen wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen worden.

Frankreich
Im Süden Frankreichs haben zahlreichen Brände insgesamt mehr als 3000 Hektar Wald und Buschwerk zerstört. Wie die französischen Feuerwehren berichteten, breiteten sich die Brände am Sonntag vor allem auf Korsika sowie in der Nähe des Nationalparks der Cevennen aus und erfassten insgesamt 1300 Hektar. Drei Campingplätze mussten in der Cevennen-Region evakuiert werden.

Spanien
In der Provinz Avila in Mittelspanien bekämpfte die Feuerwehr am Sonntagabend einen Waldbrand am Naturpark Sierra de Gredos. Die Gegend war erst vor einer Woche von großen Feuern heimgesucht worden. Dagegen brachten Löschmannschaften am Sonntag einen Waldbrand auf der spanischen Ferieninsel Mallorca unter Kontrolle.

Hitzerekord in Großbritannien
In Großbritannien war es am Sonntag so heiß wie nie. Der bisherige Hitzerekord von 37,1 Grad aus dem Jahr 1990 wurde gleich zweimal durchbrochen. Zunächst maß der Nationale Wetterdienst am Londoner Flughafen Heathrow eine Rekordtemperatur von 37,4 Grad Celsius. Kurze Zeit später maßen Meteorologen im südenglischen Gravesend sogar 38,1 Grad. (apa)

10.8.2003 09:55