Waldbrand auf Mallorca: Rund 150 Urlauber evakuiert
- Feuer in Portugal, Italien, Kroatien, Spanien, Griechenland und Nordamerika
- PLUS: Die Bilder des Flammeninfernos!
Kein Ende der Hitze und Trockenheit - und damit auch kein Ende der Waldbrände in Europa und Nordamerika. Auf dem "Alten Kontinent" stehen in sämtlichen Mittelmeer-Anrainerstaaten von Portugal bis Griechenland tausende Hektar Wald- und Buschland in Flammen. Auf der Ferien-Insel Mallorca mussten nun sogar zahlreiche Touristen evakuiert werden.
Das Feuer auf Mallorca vernichtete mehr als 100 Hektar ökologisch wertvolle Pinienwälder am Berg Puig de Randa im Osten der Inselhauptstadt Palma. Die Flammen breiteten sich am Samstag nach Angaben der Behörden an drei Stellen aus. Die Bewohner des Dorfes Randa hatten ihre Häuser am Vortag verlassen müssen, konnten aber später in ihre Wohnungen zurückkehren. Das auf dem Berggipfel gelegene Kloster Monasterio de Cura, ein Berghotel und ein Restaurant wurden geräumt. Bei der Bekämpfung des Feuers waren alle auf Mallorca verfügbaren Löschflugzeuge im Einsatz.
In Portugal hielt die Serie der verheerenden Waldbrände weiter an. Am Samstag bekämpfte die Feuerwehr sieben Brandherde in verschiedenen Teilen des Landes. Erstmals war auch die Ferienregion Algarve in Südportugal betroffen, die bisher von den Feuern verschont geblieben war. Am Freitag hatten in Portugal zeitweise 29 Waldbrände gelodert. Die Lage entschärfte sich jedoch in der Nacht zum Samstag, da die Witterung sich ein wenig abkühlte und die Luftfeuchtigkeit zunahm. Die Feuerwehr erklärte, die Brände unter Kontrolle zu haben.
Mehr als 900 Hektar Schilf und Riedgras sind im rumänischen Donaudelta den Flammen zum Opfer gefallen. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Rompres am Samstag. Feuerwehr und Einwohner des Fischerdorfes Caraorman konnten den Flammen Einhalt gebieten. Die Zahl der Tiere und Vögel, die beim Feuer im Naturschutzgebiet umgekommen sind, war noch nicht bekannt. Das Feuer war am Freitag zwischen dem Hauptdonauarm Sulina und dem Südarm Sfantu Gheorghe aus noch unbekannten Ursachen ausgebrochen und bedrohte das Fischerdorf Caraorman.
In den kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta haben die Einsatzkräfte einige Waldbrände inzwischen unter Kontrolle gebracht. Gut 4.000 Personen, die ihre von den Flammen bedrohten Häuser verlassen mussten, konnten am Freitag zurückkehren, wie Feuerwehrsprecher Brian McMurdo mitteilte. Insgesamt waren in British Columbia gegen die noch 640 Brandherde mehr als 2.000 Feuerwehrleute und 100 Soldaten weiter im Einsatz. Die Feuer zerstörten dutzende Häuser, rund 11.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. (APA/red)
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