Donnerstag, 7. August 2003

Monsunfluten spülten 400 Dörfer in Pakistan weg

  • Schlimmste Regenfälle seit einem Jahrzehnt

Die schlimmsten Monsunregenfällen seit einem Jahrzehnt haben im Süden Pakistans mehr als 400 Dörfer weggespült. Die Opferzahl sei nach der Bergung von fünf weiteren Hochwassertoten auf 167 gestiegen, teilten die Behörden der Provinz Sindh am Donnerstag mit. Hilfsorganisationen befürchten bis zu 300 Tote.

Schätzungsweise sind eine Million Menschen von den Überflutungen betroffen, sei es durch die Zerstörung ihrer Häuser, durch Krankheiten oder dadurch, dass sie von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Allein im Distrikt Badin, der am schwersten von der Naturkatastrophe betroffen war, verloren nach offiziellen Angaben 300.000 Menschen ihr Zuhause. Sie leben in Notunterkünften.

Seit Einsetzen der Monsunregenfälle am 4. Juli standen zeitweise tausend Quadratkilometer Land unter Wasser. Mit dem Abfließen der Wassermassen breitete sich den Angaben zufolge die Malaria aus. Die UNO stellte 450.000 Dollar für humanitäre Soforthilfe zur Verfügung. (apa)

7.8.2003 21:01