Mittwoch, 6. August 2003

34 Arbeiter in spanischem Tunnel eingeschlossen

  • Nach Explosion einer Lokomotive

34 Arbeiter sind am Mittwoch nach einem Zugbrand in einem im Bau befindlichen Eisenbahntunnel in Mittelspanien fünf Stunden eingeschlossen gewesen. Die Arbeiter wurden am Abend von Rettungsmannschaften befreit. Eine Gefahr für ihr Leben bestand offenbar nicht.

Wie die Gleisbaufirma mitteilte, hatten die Arbeiter Sauerstoffflaschen bei sich. Es sei ihnen außerdem gelungen, in einem Luftloch dem Rauch zu entgehen. Dort harrten sie bis zum Eintreffen der Helfer aus.

Der Unglücksort liegt zwischen den Städten La Granja und Riofrio in der Provinz Segovia. Der Tunnel gehört zu einer Hochgeschwindigkeitstrasse, die Madrid mit der nordspanischen Stadt Valladolid verbinden soll. Der Tunnel soll 30 Kilometer durch einen Berg gebaut werden und Anfang 2005 fertig gestellt sein.

Die Arbeiter waren nach dem Einsturz einer Deckenkonstruktion in dem Eisenbahntunnel eingeschlossen worden. Eine Lokomotive, die die Bahnarbeiter zur Tunnel-Baustelle gebracht hatte, war in Brand geraten und explodiert. Dabei stürzte der Tunnel an einer Stelle ein.

Die Feuerwehr löschte die brennende Lokomotive. Bergungstrupps bahnten sich einen Weg zu den Arbeitern, die über drei Kilometer vom Tunneleingang entfernt eingeschlossen waren. (apa)

6.8.2003 20:22