Mittwoch, 6. August 2003

Wiener Taxifahrer fuhren Frau nach Schweden - und zahlte keinen Fuhrlohn

  • 64-Jährige blieb 2.500 Euro schuldig

Rund 1.500 Kilometer: So weit fuhr eine 64-Jährige Frau mit dem Taxi von Wien bis Stockholm. Die Fahrt kostete sie 2.500 Euro - oder hätte gekostet, denn in Schwedens Hauptstadt angelangt konnte sie das Fahrtgeld nicht bezahlen. Auch die beiden Fahrer, die das Benzin vorerst aus eigener Tasche bezahlten, konnten sich die Rückfahrt nicht leisten. Sie mussten zur Österreichischen Botschaft. Die Frau wurde inzwischen wegen Betrugs angezeigt.

In Norrköpping angekommen, konnte die aus Bosnien stammende 64-jährige die angefallenen 2. 500 Euro nämlich nicht bezahlen. Die in Schweden lebende Frau war zuvor an der Grenze zu Slowenien abgewiesen worden, da ihr Pass abgelaufen war.

Die Autorin des "Aftonbladet"- Artikels berichtete in einem Telefongespräch mit der APA, die beiden Männer hätten sich während der Fahrt abgewechselt und das Benzingeld sowie die Fähre nach Schweden aus eigener Tasche gezahlt . Warum sie keine "handelsübliche" Anzahlung verlangten, ist unklar.

Einem schwedischen Polizeisprecher zufolge werde man die Frau zwar wegen Betrugs belangen. Die Taxifahrer werden den ihnen zustehenden Fuhrlohn dadurch aber kaum erhalten. Sie sind bereits nach Wien zurückgekehrt. Vorher mussten sie allerdings die Botschaft in Malmö aufsuchen, da ihnen nach der Fahrt kein Geld für die Rückkehr geblieben war... (apa/ red)

6.8.2003 17:42