Dienstag, 5. August 2003

Hiroshima gedenkt: Vor 58 Jahren fiel die erste Atombome

  • 220.000 Menschen starben sofort oder an den Folgen
  • Gedenkfeier vor dem Hintergrund des Nordkorea-Konflikts

Heute vor 58 Jahren wurde die erste Atombombe in einem Krieg eingesetzt - mehrheitlich gegen Zivilisten. Die japanische Stadt Hiroshima gedenkt des schrecklichen Ereignisses. Überall in der Stadt sollen zum Zeitpunkt des Abwurfs der Bombe durch das US-Flugzeug "Enola Gay" gegen acht Uhr morgens Glocken und Sirenen ertönen. Bürgermeister Tadatoshi Akiba will in einer Friedensbotschaft zur weltweiten Ächtung von Nuklearwaffen aufrufen.

Der Gedenktag findet in diesem Jahr vor dem Hintergrund einer aufkeimenden Debatte in der japanischen Öffentlichkeit um die mögliche Bewaffnung des Landes mit A-Waffen statt.

Bei der Explosion der Atombombe am 6. August 1945 wurden etwa 140.000 Menschen sofort getötet, rund 80.000 starben später an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Jedes Jahr werden weitere Namen am Gedenkstein in Hiroshima hinzugefügt. In Nagasaki wurden bei dem US-Atombonbenabwurf am 9. August 1945 rund 70.000 Menschen auf der Stelle getötet. Am 15. August kapitulierte Japan. Bis heute leiden Tausende unter den Spätfolgen der nuklearen Verseuchung.

Auch in Österreich Gedenkfeiern
Auch in Österreich finden Gedenkveranstaltungen statt. Die Wiener Friedensbewegung wird zusammen mit der Hiroshima-Gruppe Wien der Opfer der US-Atombombenabwürfe mit einer Kundgebung auf dem Stephansplatz und einem Laternenmarsch zur Karlskirche gedenken. (apa/ red)

5.8.2003 22:20