Arabische Liga fordert Zeitplan für Irak-Abzug
- Arabische Außenminister fordern irakische Souveränität
- US-eingesetzter Verwaltungsrat nicht anerkannt
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Die Arabische Liga verlangt von den USA und Großbritannien einen Zeitplan für den Abzug ihrer Besatzungstruppen aus dem Irak. Zum Abschluss ihrer Beratungen haben die in Kairo versammelten arabischen Außenminister am Dienstag die Wiederherstellung der irakischen Souveränität gefordert.
Dem von den USA eingesetzten irakischen Verwaltungsrat verweigert die Arabische Liga die Anerkennung. Der irakische Sitz in der panarabischen Staatenorganisation bleibt damit vakant.
In einer Deklaration hielt das Ministerkomitee, dem acht arabische Außenminister und Liga-Generalsekretär Amr Mussa angehören, fest: "Letztendlich ist es das Ziel aller arabischen Bemühungen, dass der Irak so bald wie möglich wieder ein unabhängiger, geeinter und souveräner Staat ist, die Besatzung los wird und seine eigene nationale Regierung bilden kann". Auch müsse möglichst rasch ein Zeitplan für den Abzug der Besatzungstruppen vorgelegt werden.
Der provisorische irakische "Regierungsrat" könne den Irak nicht repräsentieren. Das von den Amerikanern eingesetzte Gremium, dessen Beschlüsse vom US-Administrator Paul Bremer bestätigt werden müssen, um wirksam zu werden, sollte "den Weg ebnen für eine legitime Regierung, die anerkannt werden kann", sagte Generalsekretär Amr Mussa.
Das Ersuchen der US-Regierung um Entsendung arabischer Truppen in den Irak war von der Tagesordnung gestrichen worden. Es sei "nicht akzeptabel", über eine Truppenentsendung zu diskutieren, solange der Irak unter fremder Okkupation stehe und über keine Regierung verfüge, sagte Mussa.
Libanesische Zeitungen hatten berichtet, dass US-Präsident Bush bei seinem Gipfeltreffen mit den arabischen Verbündeten am 3. Juni in Sharm el Sheikh die Stationierung von ägyptischen, jordanischen und saudiarabischen Einheiten im Irak verlangt hätte. (apa)
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