Rund 100 US-Soldaten krank: Mysteriöse Seuche nach Irak-Krieg
- Unbekannte Lungenentzündung fordert bereits zwei Todesopfer
- Ärzte untersuchen, ob Kampfstoffe verantwortlich sind
Eine mysteriöse Lunenerkrankung grassiert unter den US-Soldaten im Irak. Aber auch andere US-Militärangehörige, die am Krieg teilnahmen und sich nun wieder zuhause, in Kuwait oder in Katar aufhalten, sind betroffen. Noch sind die Ärzte ratlos. Zwei der Erkrankten sind bereits an der Seuche gestorben.
Wie der US-Sender CNN am Dienstag berichtete, sind dazu zwei Teams von Ärzten in das medizinische Zentrum der US-Streitkräfte in Landstuhl (Rheinland-Pfalz) und in den Irak geschickt worden. In Landstuhl werden den Angaben zufolge mehrere der Erkrankten behandelt.
Wie es weiter hieß, sind rund 100 US-Soldaten im Irak, aber auch in Katar, Kuwait und Usbekistan betroffen. Zwei Amerikaner seien an der Krankheit gestorben. Die meisten Fälle gebe es im Irak.
Die Ärzte sollen die Gründe für die außergewöhnliche Häufung der Krankheitsfälle herausfinden und prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Zwei nach Landstuhl entsandte Ärzte, ein Epidemiologe und ein Spezialist für Infektionskrankheiten sollen sich direkt mit den Patienten befassen und weitere Experten im Irak Boden-, Wasser- und Luftproben entnehmen.
Zurzeit lägen den US-Streitkräften keine Hinweise vor, dass die Krankheitsfälle durch chemische oder biologische Kampfstoffe ausgelöst worden sein könnten. (apa/ red)
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