Hund aus Zweitem Weltkrieg für Tapferkeit geehrt
- Bacchus war Maskottchen für alliierte U-Boot-Mannschaft
Wenn man sonst gerade einmal nichts zu tun hat, verleiht man einfach einmal einem vor 50 Jahren verstorbenen Hund posthum (!) eine Tapferkeitsmedaille. Der tierische Geehrte ist schließtlich nicht irgendein Vierbeiner: Es handelt sich um Bacchus, Maskottchen alliierter U-Boot-Mannschaften.
Bacchus habe an Bord des französischen U-Bootes "Rubis" "den ganzen Krieg mitgemacht" und sei von Briten und Franzosen gleichermaßen geliebt worden, sagte Gaston Sanz, dem der Mischling zugelaufen war, am Montag bei der Verleihung in London: "Die Leute müssen wissen, was ein Hund bewirken kann."
Mit Tränen in den Augen erinnerte sich der 82-Jährige, der heute mit seiner Frau in der britischen Hauptstadt lebt, an die Zeit, in der Bacchus der U-Boot-Mannschaft als Maskottchen diente und sich nachts "im Bett breit machte". Für seine Unerschrockenheit war der Hund bereits 1943 ausgezeichnet worden - als er nach dem Zweiten Weltkrieg starb, wurde er allerdings mit der Medaille beerdigt.
Der Verband der britischen U-Boot-Matrosen kümmerte sich schließlich darum, dass der alte Mann ein Andenken an Bacchus bekam. Dazu sei eine alte Medaille neu graviert worden, sagte Schriftführer Ian Tyson, der die Ehrung organisiert hatte: "Tiere können für die Moral unglaublich wichtig sein, wenn man bei einer Mission in gefährlichen Situationen ist. Und es klingt so, als sei das ein sehr besonderer Hund für die ganze Mannschaft gewesen." (APA/red)
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