Alles falsch: Powell dementiert Amtsmüdigkeit
- "Diese Leute wissen nicht, wovon sie reden. Das ist Unnsinn."
US-Außenminister Powell hat einen Zeitungsbericht als "Unsinn" zurückgewiesen, wonach er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. "Diese Leute wissen nicht, wovon sie reden", sagte Powell am Montag in einem Radio-Interview mit Bezug auf die "Washington Post".
Diese hatte unter Berufung auf "gut unterrichtete Kreise" geschrieben, Powell wollte sich im Januar 2005 aus der Politik verabschieden, auch wenn Präsident George W. Bush im November 2004 wiedergewählt werden sollte.
"Dieser Bericht entbehrt jeder Grundlage", erklärte Powell. Ein darin erwähntes Gespräch zwischen Armitage und Sicherheitsberaterin Rice, bei dem die Rückzugsabsichten geäußert worden seien, habe niemals stattgefunden. Die Dauer seiner Amtszeit hänge ausschließlich vom Wunsch des Präsidenten ab. Er und Bush hätten bisher noch nie darüber gesprochen, dass ihre Zusammenarbeit demnächst enden solle, fügte Powell hinzu. Armitage sprach wie Powell von Unsinn. Ein solches Gespräch habe es nicht gegeben.
Das Weiße Haus bekräftigte diese Aussagen. Der Präsident sei mit der Arbeit seines Außenministers äußerst zufrieden und wünsche eine Fortsetzung derselben, erklärte Pressesprecher Scott McClellan. Powell und ebenso Armitage würden von Bush als hervorragende Mitglieder seiner Regierungsmannschaft überaus geschätzt. McClellan bestätigte unterdessen, dass sowohl Powell als auch sein Vize an diesem Dienstag Bush auf dessen Ranch in Texas besuchen werden. Die Visite sei aber schon seit Wochen geplant.
Powell gilt als einer der gemäßigten Vertreter der amerikanischen Regierung. Er war nach Medienberichten in der Vergangenheit oft mit dem konservativen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und auch mit Rice uneins. (APA)
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