Versicherung: Chipkarte hat für Hauptverband "Priorität eins"
- Nur noch Teilprojekte werden neu ausgeschrieben
- Ab 2004 soll Testversuch starten - Karte kommt 2005
Die Einführung der Chipkarte als elektronischer Krankenscheinersatz ist für den neuen Geschäftsführer im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer, ein "Priorität 1- Projekt". Im Gespräch mit der APA sagte Schörghofer, er sei sich bewusst, dass die Erwartungshaltung groß sei und der Hauptverband am Erfolg des Projekts gemessen werde.
Er zeigte sich aber "überzeugt, dass es gelingen wird und gelingen muss". Nach der Auflösung des Vertrages mit dem deutsch-amerikanischen Konzern EDS/ORGA ist für Schörghofer "die Vergangenheit abgeschlossen". Er wolle sich auf die Zukunft konzentrieren und finde es "gut, dass wir jetzt neu durchstarten können".
Was der Vergleich mit EDS/ORGA gekostet hat, wollte Schörghofer nicht sagen. Er betonte aber, "wir fangen nicht bei Null an", die Arbeitsergebnisse von EDS/ORGA seien für den Hauptverband weiter nutzbar. Manches müsse jedoch überarbeitet werden, weil sich technisch einiges weiter entwickelt habe.
Neu-Ausschreibung für Teilprojekte
Die Neu-Ausschreibung erfolge nur noch für Teilprojekte, es gebe keinen Generalunternehmer mehr, erläuterte der neue, seit 1. August zuständige Geschäftsführer. Das erste Teilprojekt, die zentrale Software, soll noch heuer im Dezember vergeben werden. In dem zweistufigen Verfahren sind bisher aus sechs Bewerbern drei ausgewählt worden. Nähere Details zu den Bietern wollte Schörghofer aber unter Hinweis auf das Vergabegesetz nicht nennen.
Ende 2004 soll mit einem Feldversuch in 80 Ordinationen im Burgenland ein Pilotprojekt starten. Im Laufe des Jahres 2005 sollen dann acht Millionen Karten an die Österreicher ausgegeben und 11.400 niedergelassene Ärzte mit den notwendigen Geräten versorgt werden. Später sollen dann auch Spitäler und Dienstgeber in das System einbezogen werden. (apa)
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