"Fall Cheibani": Brutal-Amtshandlung durch Polizisten war nicht tödlich!
- Gerichtsmediziner sieht keinen konkreten Zusammenhang
- Afrikaner starb laut Experten an schwachem Herz und Cannabis!
Der Tod des Afrikaners im Wiener Stadtpark beschäftigt weiter die Behörden: Nach einem jetzt aufgetauchten Bericht der Gerichtsmedizin war die Brutal-Amtshandlung durch die Polizisten NICHT tödlich. Die mögliche Todesursache sollen das schwache Herz und Drogenkonsum des Afrikaners sein.
Sein tragischer Tod dürfte also nicht - wie zuerst vermutet -von Polizisten und Sanitätern verschuldet sein. Tatsächliche Aufschlüsse über den Unfallshergang können noch nicht gemacht werden. Die Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft gehen weiter.
Zum Fall des unter aufklärungsbedürftigen Umständen im Afrika Kulturdorf im Wiener Stadtpark ums Leben gekommenen Cheibani W. meldet sich wieder die Wiener Stadtzeitung "Falter" zu Wort. Unter Berufung auf "Polizeikreise" geht das Blatt in der Mittwoch erscheinenden Ausgabe auf die mögliche Todesursache ein: Ein Zwischenbericht des Instituts für Gerichtsmedizin stufe das Verhalten der Polizisten, die den Brustkorb des Mannes auf den Asphalt drückten, als nicht kausal für den Tod ein.
Weiters habe Cheibani W. "ein Herz gehabt, das zu schwach für die Amtshandlung gewesen sei. Außerdem habe er Cannabis geraucht", zitiert der "Falter" weiter nicht näher bezeichnete "Ermittlerkreise", dies habe den Mauretanier "aggressiv gemacht". Seitens der Exekutive hieß es dazu am Dienstag, derartige Aussagen seien sicher nicht getroffen worden. Es gebe keine Kenntnisse über einen allfälligen Zwischenbericht, alles andere sei reine Spekulation.
Der Justiz ist der angebliche Zwischenbericht nicht bekannt. "Bei uns ist nichts eingelangt. Der Staatsanwaltschaft sind diese Behauptungen unbekannt", sagte Friedrich Matousek, Leiter der Staatsanwaltschaft Wien, am Dienstagnachmittag nach Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter gegenüber der APA. Auch Friedrich Forsthuber, Pressesprecher des Landesgerichts, betonte, man kenne so ein Papier noch nicht: "Ich habe davon nichts gehört." (APA/red)
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