Horror-Unfall: 20-km-Stau nach Lkw-Crash auf A1!
- 3 Stunden Sperre bei St. Pölten
- Hitze-Kollaps: Frau brach zusammen! Autofahrer drehen durch, reißen Zäune nieder
Chaos auf der Westautobahn! Hunderte Autofahrer saßen am Dienstag bei brütender Hitze im 20-km-Stau fest. Grund: Ein schwerer Verkehrsunfall bei St. Pölten. Vier Lkw stießen zusammen. Bei einem platzte der Dieseltank, hunderte Liter Treibstoff liefen aus! Pannenfahrer, die die im Stau Gefangenen mit Trinkwasser versorgen, berichten von Panik-Anfällen: Einige Autofahrer sollen Umzäunungen niedergerissen haben, um mit ihrem Pkw über Feld aus dem Stau zu entkommen! Eine Frau erlitt einen Hitze-Kollaps!
Die Verkehrsklubs warnten, rieten zum großräumigen Ausweichen. Am besten gar nicht auf die Westautobahn bei Auhof auffahren, war ihr Rat. Oder über Die Unfallursache war Dienstagnachmittag noch ungeklärt. Der Abschnitt Böheimkirchen - Knoten St. Pölten, Richtung Salzburg, musste für die Zeit der Reinigungsarbeiten gesperrt werden. Diese dürften knapp drei Stunden andauern. Ersten Meldungen zufolge gab es nur Leichtverletzte.
Der ÖAMTC nimmt den schweren Lkw-Unfall zum Anlass, die Entschärfung besonders unfallträchtiger Autobahnabschnitte zu fordern. Der Bereich zwischen Sankt Christophen und Sankt Pölten auf der A 1, in dem sich die Kollision ereignet hat, ist von Lkw besonders stark befahren. "Hier trifft der Schwerverkehr aus dem nördlichen Niederösterreich auf jenen aus Wien und den östlichen Nachbarländern", erklärt ÖAMTC-Verkehrschef Matzke. "Problematisch ist, dass es auf diesem Teilstück keine Seitenstreifen gibt." Die Folge: Im Falle eines Unfalles oder einer Panne können Einsatz- und Abschleppkräfte nur schwer zur Stelle vordringen. Es kommt zu stundenlangen Autobahnsperren und kilometerlangen Staus.
Der Club fordert die umgehende Errichtung von Seitenstreifen mit Pannenbuchten in diesem Abschnitt, wie sie 2002 zwischen dem Knoten Sankt Pölten und Sankt Pölten Süd dazu gebaut wurden.
Der Club verweist auf seine im März gestartete Initiative "Sicherer Schwerverkehr", die von Infrastrukturminister Gorbach unterstützt wird. Unter der Leitung seines Bundesministeriums werden noch diese Woche die ersten Arbeitsgruppen zusammentreten, um Maßnahmen für eine Senkung der Lkw-Unfallzahlen zu setzen.
(apa)
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