"Ausreißer" Rushit noch immer nicht beim Vater
- 12-Jähriger vorläufig in einem bayrischen Kinderheim
Die Odyssee des mazedonischen Buben Rushit M. ist noch immer nicht zu Ende. Der 12-Jährige ist zwar seit Mittwoch wieder in Deutschland, allerdings nicht bei seinem Vater in Aachen, sondern in einem bayrischen Kinderheim. Die Geschichte des Buben, der auf einem Kärntner Autobahnrastplatz "gestrandet" war, sorgte in den letzten Tagen für Aufsehen in Österreich und Deutschland.
Rushit lebt seit einigen Jahren bei seinem Vater und dessen Lebensgefährtin in Aachen. Weil die Aufenthaltsbewilligung abgelaufen war, setzte der Vater den Buben am Samstag in Aachen in den Bus in die Heimat, wobei ein Bekannter als Begleitperson fungierte. Am Grenzübergang Karawankentunnel verweigerten die slowenischen Behörden die Einreise, weil der Reisepass des Buben abgelaufen war. Er musste zurück bleiben, während der Bekannte nach Tetovo in Mazedonien weiterfuhr und von dort aus den Vater unterrichtete.
Inzwischen war Rushit in einen Bus zurück nach Deutschland gestiegen. Auf dem Autobahnrastplatz in Feistritz/Drau (Bezirk Villach-Land) stieg er aus, weil er offensichtlich nicht mehr zurück nach Deutschland wollte. Es könnte aber auch der Fall sein, dass Rushit den Bus verpasst hatte. Er selbst hat dazu noch keine Angaben gemacht.
Am Mittwoch wurde der Bub von der Kärntner Gendarmerie nach Salzburg gebracht und über die Kontaktstelle der Polizei den deutschen Behörden übergeben.
(apa/red)
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