Rauch-Kallat will "ganzheitliche Gesundheitsreform"
- Pharmawirtschaft erklärt sich zu Solidarbeitrag bereit
- PLUS: Die SPÖ-Pläne zur Gesundheitsreform (siehe Kasten)
·Kranke Kassen
Pharmawirtschaft will sparen
·Gesundheit
Die SPÖ-Reform- pläne im Überblick
·Gusenbauer
"Es gibt keine An- näherung an FPÖ"
·Schreiben Sie!
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·FPÖ-Vorsitz
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Ressortchefin Rauch-Kallat will sich derzeit nicht mit Einzelvorschlägen zur Gesundheitsreform abgeben. Jede der zuletzt vorgebrachten Ideen sei wichtig, mit dem Blick aufs Detail solle man aber nicht die Sicht aufs Ganze vergessen, so die Ministerin am Montag-Vormittag. Im Herbst will sie daher mit allen wichtigen Institutionen im Gesundheitssystem über eine ganzheitliche Reform verhandeln.
Sympathien zeigte die Ministerin für den Vorschlag des Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG), Österreich künftig in rund 30 Gesundheitsregionen einzuteilen. Eine klare Festlegung Rauch- Kallats gab es aber auch in diesem Bereich nicht. Die Idee sei diskussionswürdig, aber "noch nicht beschlussreif".
Nichts anfangen kann die Gesundheitsministerin dagegen mit dem weitergehenden Vorstoß ihres Staatssekretärs Waneck, vier Planungsregionen zu schaffen, was nach Vorstellung des FP-Politikers auch zu einer Verringerung der Zahl der Krankenkassen führen könnte. Rauch-Kallat nannte diesen Vorschlag "nicht abgesprochen". Sie werde sich mit Waneck unter vier Augen unterhalten.
Auf kein Verständnis der Ministerin stößt auch SPÖ-Chef Gusenbauer mit seinem Wunsch, Ärzten gegebenenfalls den Kassenvertrag zu entziehen, sofern sie beständig den Patienten die teuersten Medikamente verschreiben. Kritik an Gusenbauers Vorschlägen übte auch die FPÖ. Die Zusammenlegung der Kassen sei für effektives Sparen "unglaublich wichtig", meinte FP-Vize Walch.
Die SPÖ wiederum ortet bei Rauch-Kallat eine "gewisse Konzept- und Mutlosigkeit". Bundesgeschäftsführerin Bures kritisierte, nicht einmal die Konturen der großen "Gesamtreform" seien bei den Ausführungen des Ministers sichtbar geworden. (APA)
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