Pharmawirtschaft zu Solidarbeitrag bereit
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Volkanwälte wollen Fall selbst prüfen
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat will bis 2006 bei den Medikamentenkosten 700 bis 800 Millionen Euro einsparen. Nach den Apotheken, die bereits Sparbereitschaft signalisiert haben, ist nun auch die Pharmawirtschaft zu Zugeständnissen bereit. Das hat der Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika, Heinz Kramer, am Montag im Ö1-Morgenjournal betont.
Der Pharmagroßhandel wolle einen Teil der Umsatz-Zuwächse in Form eines Solidarbeitrags an die Sozialversicherung zurückzahlen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger dürfte damit aber nicht zufrieden sein. Er will, dass der Pharma-Großhandel deutlich weniger auf die Erzeugerpreise aufschlägt.
Kramer rechnet mit einer Größenordnung von sechs bis sieben Millionen Euro - nach derzeitigen Schätzungen des Umsatz-Zuwachses, wie er am Montag sagte. Dem Hauptverband schwebt aber ein 40- prozentiger Nachlass vor - das wäre ein Umsatz-Minus von mehr als 50 Mio. Euro. Zuletzt erzielte der Pharma-Großhandel 140 Mio. Euro aus den Handelsspannen.
Kramer warnt für diesen Fall davor, dass dann die volle Versorgung des ländlichen Raums gefährdet sein könnte. Der Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika verweist zudem darauf, dass in den letzten Jahren schon drei Mal die Handelsspanne gesenkt werden musste. (APA)
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