Sonntag, 3. August 2003

"Tempo 150" in Italien bisher nur auf dem Papier

  • Autobahnbetreiber nützen neue Regelung bisher nicht
  • Österreichs Befürworter argumentierten mit Italiens Gesetz

"Tempo 150" auf italienischen Autobahnen gibt es bisher nur auf dem Papier - das haben Recherchen des ARBÖ ergeben, deren Ergebnisse der APA vorliegen. Der Autofahrerclub warnt daher Österreicher eindrücklich davor, mit 150 km/h auf den Autobahnen des südlichen Nachbarstaates unterwegs zu sein.

"Man riskiert dabei eine Strafe von 125 Euro", so ARBÖ- Pressesprecherin Lydia Ninz. Die Erhöhung des Geschwindigkeitslimits auf Italiens Autobahnen - in der heimischen Tempolimit-Diskussion als Beispiel herangezogen - sei bisher nicht in die Praxis umgesetzt worden.

Zur Erläuterung: Das italienische Gesetz enthält zwar die Möglichkeit, das Geschwindigkeitslimit auf 150 km/h zu erhöhen - allerdings nur dann, wenn die italienischen Autobahnbetreibergesellschaften eine solche Erhöhung beantragen. Weitere Voraussetzungen sind: Schönwetter und dreispurige Autobahnen.

Doch kein einziger italienischer Autobahnbetreiber hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, habe Roberto Rizo von den "Autostrade Italia" heute, Sonntag, dem ARBÖ bestätigt. Auf allen italienischen Autobahnen gelte daher weiterhin Tempolimit 130 km/h, das bei Schlechtwetter auf 110 km/h reduziert werden muss. (APA/red)

3.8.2003 12:13