Mittwoch, 30. Juli 2003

Swisscom-Chef Alder bekundet Interesse an der TA

  • Bisher haben keine konkreten Verhandlungen stattgefunden

Swisscom-Chef Jens Alder hat sein Interesse an der Telekom Austria bekundet. Zu konkreten Verhandlungen kam es bisher aber nicht. Grund sind die unterschiedlichen Preisvorstellungen in Zürich und Wien. Die Preisvorstellungen der Swisscom liegen "deutlich unter den mehrfach publizierten 13 Euro pro Aktie", sagt Alder in einem Interview. Deswegen habe die Swisscom noch kein Angebot gemacht.

Die Swisscom führe "regelmässig Sondierungsgespräche über mögliche Beteiligungen, so auch mit der ÖIAG", sagte Swisscom-Chef Jens Alder weiter. "In keinem Fall" sei man aber "bis heute zum Schluss gekommen, dass sich der Einstieg in konkrete Verhandlungen lohnen würde".

Ohne Berücksichtigung der finanziellen Aspekte habe "der alpenländische Telecom-Schulterschluss" - der auch einen wachstumsträchtigen Zweig im osteuropäischen Mobilfunkgeschäft umfasst hätte - "interessant" ausgesehen, so Alder weiter.

"Unter bestimmten Umständen" wäre die Swisscom bereit, einen Preis von maximal 11 Euro pro Titel zu zahlen, sagt Alder. Dies wäre "immer noch eine sehr schöne Prämie" im Vergleich mit der durchschnittlichen Marktbewertung über die letzten sechs Monate.

Wenig Synergien zu erwarten
Laut Alder wären zwischen Swisscom und Telekom Austria "nur wenig Synergien zu erwarten". Dennoch sei die Aussicht attraktiv, mit vereinten Kräften in Richtung Osten zu expandieren. Die Swisscom wäre "eine sehr passende Mehrheitsaktionärin" der Telekom Austria.

Telekom Austria würde den Akquisitionskriterien der Swisscom zwar entsprechen, sagt Alder. Swisscom sei aber nicht gezwungen, aus strategischen Gründen im Ausland auf Einkaufstour zu gehen. Ohne größere Akquisition sei 2004 ein weiterer Aktienrückkauf wahrscheinlich. Darüber werde im ersten Quartal entschieden. (apa/red)

30.7.2003 09:39