Holender übernimmt Jelinek-Neuwirth-Oper an die Staatsoper
Holender als Deus ex machina in einem Kulturkonflikt ersten Ranges: In einem Gespräch für die brandneue NEWS-Ausgabe erklärt der Direktor der Wiener Staatsoper, das Werk "Der Fall W." 2006 an seinem Haus herausbringen zu wollen. Die "Don Giovanni"-Paraphrase von Elfriede Jelinek (Libretto) und Olga Neuwirth (Musik) war von den Salzburger Festspielen für das Mozart-Jahr 2006 in Auftrag gegeben worden. Wegen der Finanzmisere des Mäzens Alberto Vilár setzte Intendant Peter Ruzicka die Komponistin allerdings brieflich davon in Kenntnis, dass das Projekt möglicherweise abgesagt werden müsse. Die entsprechende NEWS-Meldung in der Vorwoche entfesselte einen Medientumult.
Holender wollte ein ähnliches Projekt herausbringen, doch zog die Komponistin die Zusammenarbeit mit Salzburg und der koproduzierenden Pariser Oper (Intendant: Gérard Mortier) vor. Nun sagt Holender zu NEWS: "Wenn eine der bedeutendsten Komponistinnen und eine der größten Autorinnen Probleme haben, ist es mir eine Ehre, das 2006 zu übernehmen. Ich werde gern mit der Pariser Oper koproduzieren und bestehe auch nicht darauf, der Erste zu sein, sollte Mortier die Uraufführung wollen. Dann spielen wir es eben nach. Für mich geht es um Kunst, nicht um Eitelkeit."
Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS.
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