Sonntag, 3. August 2003

Struzl-Streit: VOEST-Boss nach Aktien-Deals in Bedrängnis

  • "profil" deckt auf: Voest-Chef kannte Konditionen für VAE-Übernahme
  • ÖIAG-Anteile der Voest an Investoren und Börse

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gerät VoestAlpine-Chef Franz Struzl wegen seiner privaten Aktiengeschäfte zunehmend in Bedrängnis. "profil" vorliegende vertrauliche Protokolle belasten Struzl schwer. Am Freitag entscheidet der Aufsichtsrat über Konsequenzen.

Demnach hat der Voest-Chef im Juli 2002 entgegen bisheriger eigener Darstellung bei seiner Hausbank nicht einen, sondern drei Aufträge zum Erwerb von Aktien der VAE platziert. Die ursprüngliche Order vom 3. Juli 2002 ist am 10. Juli 2002 storniert und durch einen neuen Kaufauftrag mit einem Kurslimit von 150 Euro je VAE-Aktie ersetzt worden. Ein gleichlautender dritter Auftrag ist am 11. Juli 2002 erteilt worden. Insgesamt hat Struzl laut "profil" im Juli 2002 nicht 2.800 sondern exakt 3.000 VAE-Aktien erworben.

Aufsichtsratsprotokolle belegen zudem, dass die Konditionen der VAE-Übernahme bereits am 25. Juni 2002, eine Woche vor Struzls erster Kauforder, vom Aufsichtsrat genehmigt worden waren. So hatte der Vorstand der VoestAlpine das Präsidium des Aufsichtsratsrats am 17. Juni ersucht, einen Kaufpreis von 221,47 Euro je VAE-Aktie zu billigen. Die Genehmigung erfolgte am 25. Juni auf dem Wege eines Umlaufbeschlusses. Struzl wollte den Aufsichtsratsbeschluss gegenüber "profil" nicht kommentieren.

Die komplette Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des "profil".

3.8.2003 08:15