Freitag, 1. August 2003

In Wien nun Samstagsöffnung bis 18 Uhr möglich

  • Nur NÖ setzt Liberalisierung voll um
  • Burgenland, Wien & Vorarlberg: 1 Abendöffnung pro Woche

Die Geschäfte in Wien dürfen künftig am Samstag bis 18 Uhr offen bleiben. Darauf haben sich heute Nachmittag Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder, der Wiener Handelsobmann Fritz Aichinger, Hannnes Schneller von der Arbeiterkammer Wien sowie der GPA-Landesvorsitzende Franz Georg Brantner bei einem Gipfel-Gespräch geeinigt.

Die Wiener Öffnungszeitenverordnung, die die längere Samstagsöffnung und das Aufsperren der Geschäfte an einem Abend pro Woche bis 21 Uhr erlaubt, wird bereits am morgigen Samstag in Kraft treten. Generell dürfen die Geschäfte in Wien von Montag bis Freitag weiterhin nur von 6 bis 19:30 Uhr aufsperren.

Ziel der Gespräche sei es gewesen, "eine Lösung im Interesse der Wiener Unternehmen und der Arbeitsplätze zu finden", hieß es von Seiten der Stadtregierung. Es solle verhindert werden, "dass unterschiedliche Öffnungszeiten am Samstag zu einem Abwandern der Kaufkraft ins Wiener Umland führen können". Konkret geht es um die in Niederösterreich bereits fixe Ausdehnung der Öffnungszeiten am Samstag bis 18 Uhr.

Der heutigen Einigung vorausgegangen war eine entsprechende Zusage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für eine bundesweite Änderung der Zuschlagsregelung für die Handelsangestellten im Kollektivvertrag (KV). Nachdem bis dato die Geschäfte am Samstag um 17 Uhr schließen mussten, waren im KV auch nur bis 17 Uhr Zuschläge vorgesehen. (APA)

1.8.2003 19:55