US-Arbeitsmarkt hinkt Konjunkturerholung hinterher
- Beschäftigtenzahl ging im Juli überraschend zurück
- Unternehmen warten auf stärkere Wachstumsbeschleunigung
·Arbeitslosigkeit
USA: Höchster Stand seit 1994
·Arbeitslosigkeit
9.000 Jobsuchende mehr als 2002
Die allmähliche Konjunkturerholung in den USA bleibt weiterhin ohne spürbare Impulse auf den Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft. Im Juli ging die Beschäftigtenzahl überraschend zurück. Da aber zugleich verstärkt Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausschieden, verringerte sich auch die Arbeitslosenquote auf 6,2 Prozent.
Die Unternehmen warteten offenkundig auf eine stärkere Wachstumsbeschleunigung, bevor sie neue Mitarbeiter einstellten. Die Börsen beiderseits des Atlantiks reagierten am Freitag mit Kursverlusten auf die US-Arbeitsmarktdaten.
Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft verringerte sich im vergangenen Monat um 44.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Es war der sechste Monat in Folge, in dem Arbeitsplätze abgebaut wurden. Insgesamt wurden allein seit Jahresbeginn 486.000 Stellen gestrichen. Dass die Arbeitslosenquote dennoch niedriger als im Vormonat war, erklärten Experten damit, dass viele Arbeitslose einfach aufgaben und nicht länger nach Stellen suchten.
Analysten hatten demgegenüber im Schnitt mit einem Zuwachs von 18.000 Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,2 Prozent, nachdem sie im Juni mit 6,4 Prozent noch den höchsten Stand seit neun Jahren verzeichnet hatte. Das Minus ist allerdings nach Ministeriumsangaben nicht auf einen Stellenzuwachs zurückzuführen, sondern auf ein verstärktes Ausscheiden von Beschäftigten aus dem Erwerbsleben. (apa)
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