Donnerstag, 31. Juli 2003

AK: Privat-Nachhilfe billiger, Lerninstitute teurer als '02

  • Einzelunterricht kostet zwischen sieben und 73 Euro pro Stunde
  • Österreich: 57 Mio. Euro für Nachhilfe an Oberstufen

Die Hälfte der Sommerferien sind für die Schüler in Ostösterreich bereits um. In 4 1/2 Wochen stehen somit die ersten Wiederholungsprüfungen an. Gute und schlechte Nachrichten gibt es für Eltern, die ihren Sprösslingen Nachhilfestunden finanzieren: Laut einem Test der Arbeiterkammer (AK) Wien sind private Nachhilfelehrer heuer etwas billiger als im Vorjahr, erhöht haben sich dagegen die Preise in Lerninstituten. Für eine Stunde sind im Einzelunterricht - je nach Angebot - zwischen sieben und 73 Euro zu berappen.

Die Konsumentenschützer der AK haben im Mai bzw. Juni die Kosten für den privaten Nachhilfeunterricht, die Preise für Einzel- und Gruppenunterricht in Lerninstituten sowie die Preise für Intensivkurse im Wiener Raum erhoben. Österreichweit geben Eltern pro Jahr für private Nachhilfe ihrer Kinder allein an den Oberstufenschulen über 57 Mio. Euro aus, in Wien sind es jährlich elf Mio. Euro.

Private Nachhilfe billiger
Private Nachhilfe ist laut AK im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent billiger geworden: Heuer kostet eine Nachhilfestunde im Durchschnitt 16,48 Euro (2002: 17,38 Euro). Der günstigste Nachhilfelehrer verlangt sieben Euro, der teuerste 30 Euro für eine Stunde. Wer Mathematik, kaufmännische oder technische Fächer paukt, muss mit Kosten zwischen elf und 30 Euro rechnen. Für Sprachunterricht wollen die Nachhilfelehrer zwischen sieben und 25 Euro.

Lerninstitute sind teurer
Tiefer in die Geldbörse greifen müssen Eltern, die ihr Kind in einem Lerninstitut anmelden. Im Durchschnitt kostet dort eine Stunde Einzelnachhilfe knapp 27 Euro, das bedeutet einen Anstieg von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr (25,81 Euro). Die Bandbreite der Preise liegt dabei zwischen 9,70 und 73,50 Euro. Billiger wird es beim Lernen in Kleingruppen: Die Lerninstitute verrechnen heuer dafür zwischen 3,50 und 36 Euro für eine Unterrichtsstunde, das bedeutet auch ein leichtes Absinken gegenüber 2002.

AK rät zu Preisvergleichen
Die AK-Konsumentenschützer raten auf Grund der großen Preisunterschiede zu einem Vergleich der einzelnen Angebote. Auch Anzahl und Dauer der Unterrichtseinheiten sollten beachtet werden - eine Einheit dauere nicht überall 60 Minuten. Schließlich sollte vor der Anmeldung zum Gruppenunterricht auch immer erfragt werden, in welchem Alter die einzelnen Kinder bzw. Jugendlichen sind: Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter der Kinder ungleich ist. (apa/red)

31.7.2003 11:13