Donnerstag, 31. Juli 2003

Österreich: Wirtschaft wächst bis 2007 im Schnitt 2,1%

  • Im Durchschnitt 0,25% langsamer als in den letzten 5 Jahren
  • IHS: Weltkonjunktur bleibt weiter schwach

Die österreichische Wirtschaft wird von 2003 bis 2007 um durchschnittlich 2,1 Prozent und damit um einen Viertel Prozentpunkt langsamer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wachsen. Das geht aus einer neuen Prognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor. Im Jahresverlauf 2004 sei eine Erholung und ein Einschwenken "auf einen stabilen Wachstumspfad" zu erwarten.

Der Konjunkturhöhepunkt wird laut Prognose des IHS mit einem Wachstum von 2,8 Prozent im Jahr 2005 erreicht. Auch in den Folgejahren sollte das Wachstum der österreichischen Wirtschaft die 2-Prozent-Marke übersteigen. Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft von 2003 bis 2007 werde mit 2,1 Prozent geringfügig langsamer als in der EU (2 1/4 Prozent) ausfallen.

Wesentliche Wachstumsmotoren
Die wesentlichen Wachstumsmotoren in den nächsten Jahren seien der private Konsum, die anziehende Investitionstätigkeit und die Exportwirtschaft, meint das IHS. Während in den vergangenen fünf Jahren primär der Außenbeitrag die Wirtschaftsentwicklung gestützt hat, werde sich bis 2007 die Binnenkonjunktur beleben. Ausgelöst werde die heimische Konjunkturbelebung allerdings durch die weltweite Aufhellung der Wirtschaftslage 2004.

Weltkonjunktur weiter schwach
Die Weltkonjunktur ist laut IHS indes weiterhin schwach, die erwartete Konjunkturaufhellung sei bisher ausgeblieben. Die ersten Monate des heurigen Jahres seien von den globalen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Irakkrieg, dem dadurch ausgelösten Ölpreisanstieg und dem erneuten Einbruch an den Aktienmärkten gekennzeichnet gewesen. Mit Kriegsende seien die geopolitischen Unsicherheiten deutlich kleiner geworden. Die Rohölpreise seien deutlich gefallen, die Aktienkurse hätten sich von ihren Tiefständen erholt. (apa)

31.7.2003 09:24

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