Mittwoch, 30. Juli 2003

Kontrollen in Oberösterreich: Fast 15% der Betriebe beschäftigen illegal Ausländer

  • Vor allem Baubranche, Gastronomie und Frächter

Fast 15 Prozent der kontrollierten oberösterreichischen Betriebe beschäftigen illegal Ausländer - das geht aus der jüngsten Statistik der zuständigen Abteilungen der Finanzlandesdirektion hervor.

Wie die Zollabteilungen auf Anfrage der APA mitteilten, wurden in Oberösterreich heuer im ersten Halbjahr insgesamt 1.153 Betriebe kontrolliert. In 159 Betrieben davon waren ein oder mehrere illegale Ausländer tätig, das entspricht einem Anteil von 13,7 Prozent. Insgesamt wurden bei diesen Kontrollen 273 illegal beschäftigte Ausländer angetroffen.

Am häufigsten fand man illegal beschäftigte Ausländer im Bau- und im Baunebengewerbe, gefolgt von der Gastronomie und den Frächtern. Aber auch in der Land- und Forstwirtschaft sowie in industriellen Betrieben waren Illegale beschäftigt.

Stellungnahme der Wirtschaftskammer
"Die Behörde kontrolliert von vornherein in Betrieben, wo sie einen Verdacht hat", so Christian Hofer, der stellvertretende Direktor der OÖ. Wirtschaftskammer, "man könnte der Behörde ansonsten ja Ineffizienz vorwerfen, wenn sie in Betrieben Kontrollen durchführen würde, wo es keinerlei Hinweise oder Verdachtsmomente gibt, dass dort jemand illegal beschäftigt sein könnte". (apa)

30.7.2003 16:11