Siemens steicht weitere Arbeitsplätze
- Bis Ende 2004 soll bei ICM 1 Mrd. Euro eingespart werden
Der Münchener Siemens-Konzern will in seiner krisengeschüttelten Mobilfunksparte ICM bis Ende 2004 zusätzlich eine Milliarde Euro einsparen und weltweit weitere Stellen streichen. "Bis Ende des nächsten Geschäftsjahres (zum 30. September) sollen rund 2300 Stellen entfallen, davon 500 in Deutschland", teilte Siemens Information und Communication Mobile (ICM) am Mittwoch in München mit.
In den vergangenen beiden Jahren waren bei ICM bereits 4.000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Auch in weiteren Siemens-Bereichen ist ein zusätzlicher Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Insgesamt hatte Siemens bereits den Abbau von mehr als 35 000.Stellen angekündigt.
Anhaltende Marktschwäche
Hintergrund des heute bekanntgegebenen zusätzlichen Jobabbaus bei ICM sei die anhaltende Marktschwäche, die durch Preisverfall, Überkapazitäten und Investitionszurückhaltung seitens der Kunden gekennzeichnet sei, hieß es. Siemens bekomme wie alle Wettbewerber den erheblichen Margendruck zu spüren. "Diesen Entwicklungen müssen wir Rechnung tragen, um gestärkt aus der Krise zu kommen", erklärte Siemens-ICM-Chef Rudi Lamprecht.
Einkauf globaler gestalten
"Um weiter profitabel wirtschaften zu können, sollen in den nächsten zwölf Monaten die Kosten um eine Milliarde Euro gesenkt werden", kündigte Siemens an. Hierzu solle unter anderem der Einkauf globaler als bisher gestaltet werden, zudem würden die Zulieferer zu Preissenkungen und günstigeren Zahlungsmodalitäten aufgefordert, erklärte der Sprecher. "Die Gespräche hierzu laufen bereits." Darüber hinaus wolle Siemens Mobile die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stärker zusammenfassen.
Siemens hatte konzernweit zum Geschäftsjahresende 2001/02 (zum 30. September) 426.000 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr zuvor waren es noch 58.000 mehr gewesen. (apa)
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