Mittwoch, 30. Juli 2003

Österreich im EU-Spitzenfeld bei Familienbeihilfen

  • Anteil der Familienbeihilfen am Bruttoinlandsprodukt

Österreich liegt bei den Familienbeihilfen im EU-Vergleich im Spitzenfeld. Das geht aus einer Erhebung des EU- Statistikamtes Eurostat hervor. Beim Anteil der Familienhilfen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt Luxemburg mit 2,6 Prozent an der Spitze, an der zweiten Stelle liegt bereits Österreich (2,3 Prozent), es folgen Deutschland (2,1 Prozent), Belgien und Frankreich (jeweils 2 Prozent).

Am wenigsten geben Spanien, Italien, Portugal und die Niederlande für Familien aus - dort machen die entsprechenden Zuwendungen für Familien nur zwischen 0,2 und 0,8 Prozent des BIP aus. Der EU-Schnitt weist einen Wert von 1,4 Prozent aus.

Bemerkenswert auch die Tatsache, dass trotz EU-weit sinkender Geburtenzahlen die Familienbeihilfen in der EU in den vergangenen zehn Jahren um 35,8 Prozent zugenommen haben. Österreich liegt mit einem Plus von 33,6 Prozent in dieser Berechnung knapp unter dem EU- Schnitt.

Die stärksten Erhöhungen - bzw. je nach Lesart der Statistik: den größten Nachholbedarf - gab es in Luxemburg (+156 Prozent), Deutschland (+81 Prozent), Griechenland (+67 Prozent) und Irland (+66 Prozent). Die Niederlande bewegten sich als einziges Land der EU gegen den Trend und reduzierten ihre Zuwendungen für Familien im vergangenen Jahrzehnt um 13,7 Prozent. (apa)

30.7.2003 14:51