Eurozone: Leistungsbilanz-Überschuss im Mai gesunken
- Von 3,4 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2,0 Mrd. Euro
- Export-Rückgang drückte Überschuss saisonbereinigt
In der Leistungsbilanz der Eurozone hat sich im Mai wieder ein Überschuss von saisonbereinigt 2,0 Mrd. Euro ergeben, nachdem im Vormonat noch ein Defizit von glatt einer Mrd. Euro verzeichnet worden war. Im Vergleichsmonat des Vorjahrs war ein Aktivsaldo von 3,4 Mrd. Euro gemeldet worden.
Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag berichtete, basierte die Zunahme des Aktivsaldos vor allem auf einem höheren Handelsbilanzüberschuss. Hier wurde ein Plus von 9,5 (Mai 2002: plus 11,9) Mrd. Euro ausgewiesen, welches auch durch die defizitäre Einkommensbilanz (minus 3,0 Mrd. Euro; Vorjahr: minus 4,6 Mrd. Euro) nicht überkompensiert wurde.
Die Dienstleistungsbilanz stellte sich im Mai ausgeglichen dar (Vorjahr: plus 0,6 Mrd. Euro), der Saldo bei den laufenden Übertragungen blieb mit minus 4,6 (minus 4,5) Mrd. Euro zum Vorjahresmonat praktisch unverändert.
Die EZB verwies darauf, dass der saisonbereinigte Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone im Mai etwas geringer ausgefallen ist als zu Beginn des Jahres und erheblich unter den Aktivsalden lag, die noch in der zweiten Hälfte des Vorjahres gemeldet wurden. Dies sei vor allem den rückläufigen Überschüssen in der Handels- und Dienstleistungsbilanz zuzuschreiben, die ein geringeres Ausfuhrvolumen widerspiegelten.
Der Rückgang des Überschusses in der Leistungsbilanz zeige sich daneben auch in dem für die vergangenen zwölf Monate kumulierten Wert, der Ende 2002 seinen Höhepunkt erreicht und sich dann zu Beginn dieses Jahres langsam zurückentwickelt habe. (apa)
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