Kluiverts USA-Odyssee - Niederländer sitzt in Madrid fest

Der niederländische Fußball-Nationalspieler Patrick Kluivert, dem Ende der vorigen Woche auf Grund einer Vorstrafe die Einreise in die USA verweigert worden war, sitzt nun in Madrid fest. In einem Hotelzimmer in der spanischen Hauptstadt wartete der 27-jährige Stürmer darauf, dass die amerikanische Botschaft ihm ein Sondervisum ausstellte. Am Dienstag stand nicht fest, ob Kluivert seinen Teamkameraden vom FC Barcelona ins Trainingslager in die USA überhaupt noch nachreisen kann.
"Solche Visa-Verfahren dauern mal mehr, mal weniger Zeit", sagte ein Botschaftssprecher. Kluivert hatte bereits "Barcas" Testspiel in Boston gegen Juventus Turin (2:2) verpasst und wird höchstwahrscheinlich auch in der Partie gegen seinen Ex-Club AC Mailand in Washington nicht dabei sein. Die US-Behörden hatten dem Niederländer am Freitag die Einreise verweigert und ihn nach Spanien zurückgeschickt.
Kluivert hatte 1995, damals in Diensten von Ajax Amsterdam, einen Autounfall mit Todesfolge verursacht. Ein niederländisches Gericht verurteilte den damals 19-Jährigen im Mai 1996 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten, 240 Sozialstunden und 18 Monaten Führerscheinentzug.
(APA/Red)
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