Nach Ankunft der Friedenstruppen: UNO hofft auf Entspannung in Liberia
- UNHCR-Personal kehrt nach Monrovia zurück
- UN-Vorhut: 800 Soldaten; Truppenstärke im Ende 5.000 Mann
·Krieg in Liberia
Präsident Taylor tritt in 1 Woche ab
Von der Landung der ersten westafrikanischen Friedenssoldaten in Liberia versprechen sich die Vereinten Nationen eine rasche Besserung der Lage. "Die Entsendung der Soldaten wird die Sicherheitssituation stabilisieren und den Hilfsorganisationen ermöglichen, Hunderttausenden leidenden Menschen zu helfen", sagte Kris Janowski, Sprecher des UNO-Hochkommissars für Flüchtlinge (UNHCR).
Das zuvor evakuierte UNHCR-Personal werde nach Monrovia zurückkehren, sobald eine UNO-Sicherheitsmannschaft in der liberianischen Hauptstadt grünes Licht gebe. Zwei Schiffe in Sierra Leone und der Elfenbeinküste würden derzeit mit Hilfsgütern beladen und für ihre Fahrt nach Liberia vorbereitet.
UNO-Hilfsorganisationen nannten die Lage in der liberianischen Hauptstadt Monrovia als sehr Besorgnis erregend. Es fehle an Wasser, Nahrungsmitteln sowie medizinischer Versorgung. Hunderttausende Menschen seien vom Hunger bedroht.
Am Montagabend waren als erstes Truppenkontingent der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS 198 nigerianische Soldaten in Monrovia eingetroffen. Sie wurden von den Einwohnern der liberianischen Hauptstadt begeistert begrüßt.
UNO-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte den schnellen Anlauf der Friedenstruppe am Abend in New York. Das UNO-Gremium sicherte der ECOWAS-Friedenstruppe Unterstützung zu und beschloss, sie im Oktober durch eine internationale UNO-Mission zu ersetzen.
Bis zum 17. August sollen rund 770 Nigerianer in Liberia stationiert werden. Insgesamt werden dort etwa 3.250 westafrikanische Soldaten erwartet, um die Kämpfer der Rebellen und die Truppen sowie die Milizen des noch amtierenden Präsidenten Charles Taylor zu trennen. (APA)
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