Fahrer von Irans Botschaft stirbt bei Anschlag
Bei der Explosion einer Autobombe in einem Schiiten-Viertel der libanesischen Hauptstadt Beirut ist am Samstag ein Angestellter der iranischen Botschaft getötet worden. Zwei Passanten wurden bei der Detonation in einer belebten Straße nahe dem Hauptquartier der radikalen Schiitenorganisation Hisbollah verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Der Wagen sei explodiert, als ein libanesischer Fahrer der iranischen Botschaft den Motor gezündet habe. Nach anderen Meldungen ist der Wagen nach etwa 100 Metern Fahrt, als die Bombe auf dem Rücksitz des Autos explodierte. In ersten Berichten war zudem von mindestens drei Toten die Rede.
Nach Augenzeugenberichten war die Detonation mehrere Kilometer weit zu hören. Die Gegend im Süden Beiruts wird von der anti-israelischen Hisbollah kontrolliert. Hisbollah-Vizechef Mohammad Raad schloss in einem Rundfunkinterview nicht aus, dass der israelische Geheimdienst hinter der Explosion stecke. Der Hisbollah-Fernsehsender Al Manar bezeichnete den getöteten Fahrer als "Märtyrer".
Die iranische Botschaft wollte den Tod ihres Fahrers nicht kommentieren. Der Iran gilt neben Syrien als Schutzmacht der Hisbollah. Die Hisbollah hat 18 Jahre lang gegen israelische Truppen im Süden Libanons gekämpft. Diese zogen im Mai 2000 ab. Im libanesischen Parlament sitzen neun Hisbollah-Abgeordnete. (APA)
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