Zahl der Anschlagsopfer in Ossetien steigt auf 50
Nach dem Anschlag auf ein russisches Militärkrankenhaus in Nord-Ossetien hat sich die Zahl der Todesopfer auf 50 erhöht. 64 Verletzte befänden sich zudem noch im Krankenhaus, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums mit. Der russische Präsident Putin hält indessen ungeachtet des neuen Selbstmordanschlags an der Tschetschenienpolitik seiner Regierug fest.
Die Terroristen würden ihren kriminellen Willen nicht durchsetzen, hieß es in einem Kondolenzschreiben Putins. Die Regierung in Moskau vermutet tschetschenische Rebellen hinter dem Anschlag. Der Anschlag sei "eine weitere Bestätigung der Unmenschlichkeit und Grausamkeit von Banditen, die die Situation im nördlichen Kaukasus destabilisieren wollen", erklärte der Präsident in seinem Schreiben.
Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow brach auf Anweisung Putins seinen Sommerurlaub ab und begab sich an den Anschlagsort. Er erklärte, der Terroranschlag sei möglich geworden, weil spezielle Sicherheitsanweisungen nicht befolgt worden seien.
In dem zerstörten Krankenhaus in Mosdok an der Grenze zu Tschetschenien wurden russische Soldaten behandelt, die bei ihrem Einsatz in der abtrünnigen Kaukasusrepublik verwundet wurden.
Das vierstöckige Gebäude, in dem sich zum Zeitpunkt des Anschlags rund 120 Menschen befanden, fiel bei der Explosion am Freitagabend wie ein Kartenhaus in sich zusammen und wurde völlig zerstört. Nach offiziellen Angaben durchbrach ein mit mehr als einer Tonne Sprengstoff beladenes Fahrzeug das Eingangstor und detonierte vor dem Empfangsgebäude des Krankenhauses. Unter den Toten sind nach Angaben vom Sonntag mindestens 22 Militärangehörige. (APA)
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