Roter Platz in Moskau bis September gesperrt
Möglicherweise aus Angst vor Anschlägen haben die russischen Behörden den Roten Platz in Moskau bis September für Besucher gesperrt. Die Polizei wollte am Donnerstag keinen Grund für die Sperre der wichtigsten Touristenattraktionen der Stadt nennen. "Der Platz ist gesperrt, aber den Grund dafür kommentieren wir nicht", teilte die Sicherheitsbehörde kurz mit.
Die Zeitung "Iswestia" berichtete, die Behörden fürchteten Anschläge auf dem Platz. Vor rund zwei Wochen waren in der Hauptstadt bei zwei Bombenanschlägen innerhalb weniger Tage 16 Menschen getötet worden. Die russische Regierung macht tschetschenische Rebellen für die Anschläge verantwortlich.
"Der Platz ist bis September gesperrt", stand auf einem handgeschriebenen Schild vor dem Roten Platz. Normalerweise ist der Platz voller Touristen, die sich gegenseitig vor dem Regierungssitz, dem Kreml, oder dem Lenin-Mausoleum fotografieren. Am Donnerstag blieb den Urlaubern nur der Blick über die Absperrung. Straßenhändler erwarteten schwere Einbußen. "Sie haben meinen Arbeitsplatz gesperrt", sagte ein 64-jähriger Mann, der sein Geld mit dem Fotografieren von Touristen verdient.
Anfang Juni hatten sich zwei Frauen auf einem Rockfestival in Moskau in die Luft gesprengt und 15 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Seither sind die Sicherheitsvorkehrungen in Moskau deutlich verschärft worden. (APA)
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