USA verschärfen Ton gegenüber Nordkorea
- US-Chefunterhändler Bolton nennt Staatschef Kim Jong Il einen tyrannischen Diktator
·Nordkorea
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Nordkorea ist ge- fährlicher als Irak
Die USA haben vor möglichen neuen Gesprächen über das Atomprogramm Nordkoreas im September den Ton gegenüber dem kommunistischen Staatschef Kim Jong Il verschärft.
US-Chefunterhändler John Bolton nannte Kim am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul einen tyrannischen Diktator, der königlich lebe, während die Bevölkerung hungere, und Tausende im Gefängnis säßen. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete unter Berufung auf nordkoreanische und US-Kreise in Washington, Gespräche zwischen Vertretern der USA, Nordkoreas und Chinas könnten Anfang September wieder aufgenommen werden.
"Tage der Erpressung sind vorüber
Die Äußerungen Boltons dürften eine harsche Reaktion Nordkoreas nach sich ziehen. Bolton sagte, Kim liege falsch, wenn er glaube, dass seine Drohung mit einem Atomwaffen-Export die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft verringern werde, durch Gespräche die Atompläne Nordkoreas zu stoppen. "Die Tage der (nordkoreanischen) Erpressung sind vorüber", sagte Bolton vor dem Ostasien-Institut. "Kim Jong Il unterliegt einem tödlichen Fehler, wenn er glaubt, die Entwicklung von Atomwaffen mehre seine Sicherheit." Im vergangenen Jahr habe Kim insbesondere das Atomprogramm vorangetrieben.
Harte Linie von Bolton
Bolton gilt als Vertreter einer harten Linie gegenüber Nordkorea. Er beschrieb Kim als einen "tyrannischen Chef eines Schurkenstaats", der umfassende Reformen einführen müsse oder anderenfalls den wirtschaftlichen Ruin erlebe. "Für viele in Nordkorea ist das Leben ein höllischer Albtraum."
Multilaterale Gespräche
Bolton berät US-Außenminister Colin Powell, der in einem Reuters-Interview sagte, er sehe eine deutliche Möglichkeit, in diesem Jahr weitere multilaterale Gespräche mit Nordkorea, China und möglicherweise anderen Staaten zu führen, um einen Weg aus der Krise zu finden. "Wir glauben, dass es Zeit ist für eine größere Gruppe von fünf oder sechs Staaten, wenn man Russland, Japan und Südkorea zu Nordkorea, China und den USA hinzunimmt", sagte Powell. (apa)
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