Großbritannien: Blair rechtfertigt den Irak-Kurs
- Premier will Bevölkerung von seiner Kriegspolitik überzeugen
- Kein Wort zur Affäre um den Selbstmord von Berater Kelly
·Polit-Suizid
Kelly war Quelle für BBC-Irak-Bericht
·Neues Tonband
Saddam trauert um seine toten Söhne
·Arabische Liga
US-Bitte um Trup- pen-Hilfe im Irak
·"Most wanted"
Wer gefasst ist und wer gesucht wird!
Der britische Premierminister Tony Blair setzt angesichts der Zweifel an seiner Irak-Politik vor dem Krieg auf anhaltende Überzeugungsarbeit. Seine Regierung müsse sich diesem Thema weiterhin stellen, erklärte Blair am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in London. "Was wir im Irak getan haben, war richtig und gerechtfertigt. Und das ist ein Punkt, den wir im Lauf der Zeit beweisen müssen." Zum Selbstmord des ehemaligen Regierungsberaters David Kelly wollte sich Blair nicht äußern.
Kritisiert werden vor allem vor dem Golfkrieg vorgelegte Regierungsberichte über irakische Massenvernichtungswaffen, deren Lauterkeit in Frage gestellt wird. Bisher haben US- und mit den USA verbündete Truppen im Irak weder Beweise für verbotene chemische oder biologische Waffen noch Hinweise auf ein aktives Atomwaffenprogramm gefunden. Die Existenz dieser Waffen oder Programme war eine der Hauptbegründungen für den Krieg.
Die Regierung müsse die Richtigkeit ihres Kurses sowohl "im Hinblick auf Massenvernichtungswaffen als auch in Bezug auf die Verbesserungen im Irak" belegen, sagte Blair. Zum Selbstmord seines unter Druck geratenen Irak-Beraters David Kelly wollte er sich nicht äußern. (apa, red)
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