Mittwoch, 30. Juli 2003

Harley-Davidson: Riesenparty zum 100. Geburtstag!

  • In Österreich feiert man von 3. - 7. September am Faaker See!
  • Kult-Motorrad populärer denn je: 445 Mio. Euro Gewinn in den USA!

Sie sind viel früher zu hören als zu sehen: die Motorräder von Harley-Davidson. Groß, schwer, langsam und teuer ist eine "Harley" weniger ein Bike als eine Weltanschauung auf Rädern. Seit 100 Jahren baut Harley-Davidson in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin Träume für harte Jungs und schert sich dabei wenig um aktuelle Trends.

In einer drei mal fünf Meter großen Scheune in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) hat es angefangen: William S. Harley und der 20-jährige Arthur Davidson haben dort 1903 ihr erstes Motorrad gebaut. Am 31. August rollte das drei PS starke Fahrzeug ans Tageslicht - der Grundstein zu einer Legende war gelegt. Mit einer Riesenparty startet das Unternehmen nunmehr ins zweite Jahrhundert.

Riesige Geburtstagsparty in Milwaukee
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres ist eine gigantische Sternfahrt aus allen Himmelsrichtungen nach Milwaukee geplant. Von 28. bis 31. August 2003 steigt am Seeufer von Lake Michigan ein ausgelassenes Geburtstagsfest. Peter Frampton, die Doobie Brothers, Joan Jett, Billy Idol, REO Speedwagon und Steppenwolf mit "Born to be Wild" werden auf der Bühne zu sehen sein, insgesamt erwartet man über 200.000 Gäste aus aller Welt.

Auch in Österreich kann mitgefeiert werden
Hierzulande kann von 3. bis 7. September bei der Bike-Week am Faaker See gefeiert werden.

Die Harley Davidson ist für ihre begeisterten Fahrer mehr als nur ein Motorrad: "Es geht um das Image - Freiheit auf der Straße, spring auf deine Maschine und los geht's", zählt ein amerikanischer Harley-Fan auf. Deshalb hat das Motorrad auch bisher eine große Anziehungskraft auf jugendliche Fahrer gehabt. Die Unternehmensstrategen wissen, wie wichtig diese Klientel für den Umsatz ist und wollen weiterhin auf die Jugend setzen.

Harley Davidson hat zwar eine loyale Anhängerschaft, die niemals auf andere Zweiräder umsteigen würden. Doch die Firmenleitung macht sich Sorgen, dass das raue und rebellische Image verloren gehen könnte.

"Solange wir hungrig bleiben und nicht selbstgefällig werden, glaube ich, dass wir den Erfolg fortsetzen können", sagt Jeffrey Bleustein, der Vorsitzende und Geschäftsführer des Traditionsunternehmens. Daher wurden auch Produkte wie die sportlichen Maschinen von Buell und die Hochleistungsmaschinen V-Rod neu eingeführt. Sie sollen den europäischen Markt erobern, wo eher schnelle Motorräder von Honda, Suzuki und BMW bevorzugt werden.

In den Staaten ist "Harley" Marktführer
In Amerika ist Harley Davidson Marktführer: Im vergangenen Jahr wurde hier ein Gewinn von 437,7 Millionen Dollar (rund 445 Millionen Euro) gemacht. Damit stiegen die Gewinne über fünf Jahre hinweg jedes Jahr um durchschnittlich 25 Prozent. Viele Harley-Händler sind in den Vereinigten Staaten bis zum Jahr 2004 ausverkauft. (APA/Red.)

30.7.2003 11:05