Neue Waldbrände drohen an französischer Riviera
- Die meisten der rund 30 Brandherde sind unter Kontrolle
- Starker Wind entfacht jedoch an anderen Stellen neue Brände
Rund 1.700 Feuerwehrleute haben am Dienstag die meisten der rund 30 Waldbrände an der französischen Riviera unter Kontrolle gebracht, bei denen fünf Personen ums Leben gekommen waren. Nach Angaben der örtlichen Behörden brachen, angefacht vom starken Wind, jedoch an mehreren anderen Stellen neue Brände aus.
"Wir haben befürchtet, dass es so kommt. Es ist eine Katastrophe. Wir wissen nicht, wie wir damit fertig werden sollen", sagte der Bürgermeister von Roquebrune-sur-Argens, Luc Jousse, dem TV-Sender LCI. Die Behörden vermuten zum Teil Brandstifter als Urheber der Brände, die ganze Teile der malerischen Landstriche der Provence verwüstet haben. Von Mistralwinden angefacht haben die Brände mindestens 8.000 Hektar Kiefernwald vernichtet und fast 5.500 Urlauber zum Verlassen ihrer Campingplätze gezwungen.
Staatspräsident Chirac, derzeit zu Besuch in Französisch- Polynesien, kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Brandstifter an. "Sollten einige der Feuer kriminellen Ursprungs sein - und es gibt gute Gründe zu glauben, dass dem so ist - werden die Schuldigen mit außerordentlicher Schärfe verfolgt", sagte Chirac. Innenminister Sarkozy sprach bei einem Flug mit dem Hubschrauber über den brennenden Wäldern von einer "ökologischen Katastrophe".
Bei dem Löscheinsatz wurden die rund 1.700 Feuerwehrleute von 15 Löschflugzeugen und -hubschraubern unter anderem aus Italien und Russland unterstützt. Die Brände erstreckten sich von der Bergstadt Fayence bis zum Küstenort Sainte-Maxime in der Nähe von Cannes und Saint-Tropez. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

