Neues Tonband: Saddam trauert um seine Söhne!
- Baldige Festnahme des Ex-Diktators erscheint unwahrscheinlich
- BILDER: So wurden die toten Saddam-Söhne "geschminkt"!
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Saddams tote Söhne 'geschminkt'
Saddam Hussein - dem die US-Soldaten nach eigenen Angaben knapp auf Fersen sind - hat auf einem angeblichen neuen Tonband zu seinen verbliebenen Anhängern gesprochen: Auf dem Ton-Dokument des ehemaligen Irak-Diktators betrauert er den Tod seiner Söhne Udai und Kusai und nennt sie "Märtyrer". Die beiden Männer waren am 22. Juli von US-Militärs in ihrem Versteck in Mosul aufgestöbert und nach heftiger Schlacht erschossen worden. Stellt sich dieses neueste Band als echt heraus, wäre dies der Beweis, dass der Ex-Diktator tatsächlich noch am Leben ist.
In dem angeblich vom gestürzten irakischen Machthaber Saddam Hussein stammenden neuen Tonband räumt dieser den Tod seiner Söhne Udai und Kusai in der vergangenen Woche ein. Das Band wurde am Dienstag vom arabischen Fernsehsender Al Arabiya gesendet. Die beiden und Kusais 14 Jahre alter Sohn Mustafa seien den "Heldentod" gestorben und ins Paradies gelangt.
Märtyrer des Himmels
Die Stimme auf dem Tonband begann mit einem Vers aus dem Koran und kondolierte dann dem irakischen Volk wegen des Todes von Udai und Kusai Hussein. Die Getöteten seien Märtyrer des Himmels, sagte die Stimme. "Auch wenn Saddam Hussein 100 Kinder außer Udai und Kusai hätte, dann hätte Saddam Hussein sie geopfert", sagte die Stimme, die in der Wortwahl und Aussprache sehr nach dem von den Amerikanern gejagten, früheren Diktator klang. Denn dies sei seine Pflicht vor Gott und dem Vaterland.
"Die feindlichen Armeen haben es nicht geschafft, die (Söhne) zu schnappen, deshalb haben sie (die US-Soldaten) nach einem sechsstündigen heftigen Gefecht Flugzeuge eingesetzt", hieß es auf dem Band, das der Sender aus Dubai nach eigenen Angaben erst wenige Stunden zuvor erhalten hatte, weiter. "Es lebe der Heilige Krieg", fügte die Stimme hinzu. Der Kampf gegen die Besatzungsmacht im Irak werde weiter gehen. (
Kaum baldige Festnahme von Saddam
Vertreter des US-Verteidigungsministeriums haben Spekulationen über eine unmittelbar bevorstehende Festnahme des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein heruntergespielt. Zu der Einschätzung, dass sich die Schlinge um den Expräsidenten enger ziehe, sagte Generalleutnant Norton Schwartz vom Generalstab der US-Streitkräfte: "Wir sollten uns nicht ausschließlich auf Saddam Hussein konzentrieren." Allerdings gehe er davon aus, dass der ehemalige Machthaber letzten Endes gefasst werde. (apa/ red)
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