Dienstag, 29. Juli 2003

Jagd nach Saddam: Ex-Diktator muss mit seiner Tötung rechnen!

  • Wichtigster Leibwächter Husseins in Tikrit gefasst
  • BILDER: So wurden die toten Saddam-Söhne "geschminkt"!

Saddam Hussein muss nach den Worten von US-Vize- Außenminister Richard Armitage mit seiner Tötung rechnen, falls eine Gefangennahme US-Soldaten in Gefahr brächte. "Falls Saddam Hussein sicher gefasst werden kann, ohne dass dabei US-Soldaten zu Schaden kommen, wäre das großartig", sagte Armitage dem US-Nachrichtensender CNN. Falls das Leben von US-Soldaten aber auf dem Spiel stehe, "dann sollte er getötet werden."

Armitage äußerte gegenüber CNN weiter sein Bedauern, dass bei den regulären Kämpfen zwischen den US-Truppen und der irakischen Armee nicht mehr Iraker getötet worden seien. "Wir dachten (...), offen gesagt, dass wir viel mehr von ihnen töten würden, und darum eine etwas bessere Sicherheitslage hätten." Der Vize-Außenamtschef sagte zudem, dass an den Angriffen auf die Besatzungstruppen im Irak auch ausländische Kämpfer beteiligt seien.

Leibwächter Saddams verhaftet
In der irakischen Stadt Tikrit haben US-Soldaten am Dienstag einen der wichtigsten Leibwächter des gestürzten Staatschefs Saddam Hussein gefasst. Sie stürmten vor Morgengrauen das Haus des Mannes in der Heimatstadt des ehemaligen irakischen Präsidenten. Ein Militärsprecher sagte, mehrere nahezu zeitgleiche Razzien in Tikrit hätten zur Festnahme von drei Gesuchten geführt.

"Enger Mitarbeiter von Saddam"
"Wir haben unsere wichtigste Zielperson bekommen", sagte Generalleutnant Steve Russell. "Dieser Mann war ein enger Mitarbeiter von Saddam Hussein." Der Name des Festgenommenen wurde nicht bekannt. Russell bezeichnete ihn lediglich als "einen von Saddams lebenslangen Leibwächtern".

Haus in Tikrit gestürmt
Die US-Soldaten feuerten zwei Schüsse ab, bevor sie das Haus in Tikrit stürmten. Minuten später führten sie den Mann heraus, der blutete und nur mit Unterwäsche und einem T-Shirt bekleidet war, wie aus Armeekreisen verlautete. Er habe Widerstand geleistet und Soldaten hätten ihn niederringen müssen, sagte Russell. Zunächst war nicht bekannt, wie viele Personen insgesamt bei den Razzien festgenommen wurden. (apa)

29.7.2003 08:45