Israel: Sharon hält an umstrittener Sperrmauer fest
- Bush: "Problem"; nun auch Kritik von britischem Premier Blair
Der israelische Ministerpräsident Sharon hält an der umstrittenen Errichtung eines Sperrwalls in den Palästinensergebieten fest. Nach einem Gespräch mit US-Präsident Bush in Washington am Dienstag sagte Sharon, die Auswirkungen des Bauwerks auf das Leben der Palästinenser sollen so gering wie möglich gehalten werden. Davon lassen sich allerdings weder Bush (die Mauer sei ein "Problem") noch der britische Premier Tony Blair überzeugen.
Blair hat "Bedenken" gegen das Festhalten des israelischen Regierungschefs Ariel Sharon am Bau der umstrittenen Sperrmauer im Westjordanland erhoben. Die Mauer dürfe nicht zu einer "Veränderung von Grenzen" führen, betonte Blair am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in London. Das würde die Aussichten auf eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern verringern, warnte er.
Bush-Kritik an Sharon
Bush bezeichnete tags zuvor den Bau als "sensibles Thema". Er werde überflüssig, wenn die palästinensischen Extremistengruppen entwaffnet würden. In der vergangenen Woche hatte Bush den Sperrwall noch als "Problem" kritisiert. Er begrüßte die seiner Ansicht nach "positiven Schritte" der israelischen Regierung hin zu einer Friedensregelung mit den Palästinensern.
Besonders hob der US-Präsident die Bereitschaft Israels hervor, gefangene Palästinenser freizulassen. Zugleich rief Bush die Palästinenser dazu auf, jegliche Gewalt gegen Israel einzustellen: "Die Entstehung eines friedlichen palästinensischen Staats und die langfristige Sicherheit des israelischen Volkes hängen beide von einer Niederwerfung der Bedrohung durch Terrorgruppen und von einem Ende der Aufstachelung und des Hasses ab." (APA/red)
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