Lindauer erschoss Ex-Freundin und sich selbst
- 20-Jähriger tötete Schülerin in ihrem Elternhaus
- Waffe kam aus Österreich illegal nach Deutschland
Ein 20-Jähriger hat in Lindau am Bodensee in der Nacht auf Sonntag seine 15-jährige Ex-Freundin und danach sich selbst mit einem Gewehr erschossen. Die Leiche des Mannes war Sonntag in der Früh in einer Grünanlage in der Nähe des elterlichen Anwesens des Mädchens von einem Passanten entdeckt worden. Die Schülerin wurde von ihrer Mutter tot im Bett gefunden.
Wie die Polizei in Kempten "aus ermittlungstechnischen Gründen" erst am Sonntagabend bekannt gab, dürfte der 20-Jährige auf das Grundstück des elterlichen Anwesens der Schülerin eingedrungen sein und das Mädchen durch ein geöffnetes Fenster erschossen haben. Danach flüchtete er und nahm sich mit derselben Waffe das Leben. Nach Angaben der Polizei war zunächst die Leiche des Burschen gefunden worden, das Gewehr lag neben dem Toten. Etwa zwei Stunden später teilte die Mutter der Schülerin mit, dass sie ihr Kind tot in ihrem Bett gefunden habe.
Die beiden Todesfälle konnten rasch in Zusammenhang gebracht werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte sich die 15-Jährige erst vor wenigen Tagen von dem Freund nach längerer Zeit getrennt. Bei dem 20-Jährigen fand die Polizei einen auf seinem Handy als SMS gespeicherten Abschiedsbrief. Der Mord bzw. der Selbstmord wurden mit einer in Bregenz erworbenen und illegal nach Deutschland eingeführten doppelläufigen Schrotflinte begangen. (apa)
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