Freitag, 1. August 2003

Erneut Stau-Chaos vor dem Tauerntunnel

  • Villach: Nach LKW-Brand rund 14 km Stau - Sperre aufgehoben

Der Tauerntunnel bleibt jeden Samstag im Sommer Stau-Punkt Nummer eins: Auch diese Woche stauten sich Urlauber in beiden Fahrtrichtungen mehrere Kilometer lang. Ab zwei Uhr morgens wurde der Verkehr Richtung Süden blockabgefertigt, zum Höhepunkt staute sich die Blechkolonne bis zu elf Kilometer.

Die Urlauber haben sich offenbar auf die extreme Hitzewelle eingestellt, das Rote Kreuz Salzburg meldete bisher noch keine großen Einsätze. Auf Salzburger Seite haben sich auf der Tauernautobahn einige Auffahrunfälle mit sehr geringen Sachschäden ereignet, "Stoßstangen fuhren auf Stoßstangen", meldete ein Mitarbeiter der Autobahngendarmerie St. Michael.

In den Nachmittagsstunden werde der Heimreiseverkehr erst richtig einsetzen, warnte Gülcher vom ÖAMTC. Kommende Woche müssen die Schüler aus Schleswig Holstein (D), Hamburg (D) und Dänemark wieder zurück in die Klassenzimmer. Außerdem gehen die Werksferien im Autobilwerk Wolfsburg zu Ende.

Nadelöhr Tauerntunnel
Bereits in den frühen Morgenstunden erstreckte sich der Stau vor dem Tauerntunnel über eine Länge von 11 km. Der Verkehr vor dem Tauerntunnel wurde ab 2 Uhr früh Blockweise abgefertigt. Derzeit staut es sich auf einer Länge von 6 km. Auch an den Grenzübergängen ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Vor dem Karawankentunnel wartet man derzeit rund eine Stunde, in Nickelsdorf drei Stunden und in Klingenbach 45 Minuten.

Stau in Kärnten
Am Vormittag war kurz nach dem Oswaldibergtunnel bei Villach ein Lkw in Brand geraten. Auch die aus Kunststoff bestehende Ladung fing Feuer. Dies führte in Richtung Italien zu einem Stau von rund 14 Kilometer Länge. Auch auf der Umleitungsstrecke durch Villach geriet der Verkehr immer wieder ins Stocken. (APA/red)

1.8.2003 10:04