Bettenabbau: Länder skeptisch - Untere Grenze bereits erreicht!
- Gesundheitsreform: Angebot der Krankenhäuser wird reduziert - Einteilung in 30 Regionen
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So soll die Zukunft aussehen: Es wird nicht mehr jedes Spital alles anbieten. Österreich wird in rund 30 Gesundheitsregionen aufgeteilt! Die Pläne für Sparmaßnahmen nehmen konkrete Formen an, vor allem bei der Verringerung der Spitalsbetten. Das Bundesinstitut für Gesundheitswesen arbeitet an einem neuen Krankenanstalten-Plan. Darin sollen nicht mehr
- wie bisher - die Aufgaben, medizinischen Angebote und die Bettenanzahl für jedes Spital festgelegt werden. Mehrere Spitäler sollen zusammenarbeiten und ihre Leistungen aufeinander abstimmen. Die Länder bezweifeln allerdings, dass auf diesem Weg der vom Bund geplante massive Bettenabbau erreicht werden kann.
Kärnten sei bereits jetzt beim Bettenabbau an der unteren Grenze angelangt, sagte Gesundheitslandesrat Ambrozy im Radio. Ähnlich der niederösterreichische Landesrat Schabl: Große Einsparungen werde es nicht geben, schon jetzt habe NÖ sehr restriktiv gehandelt. Und die Salzburger Landesrätin Haidinger sagte, der Bund müsse zunächst einmal ein Finanzierungskonzept erstellen.
30 Gesundheitsregionen
Österreich soll künftig in etwa 30 Gesundheitsregionen eingeteilt werden. Die Spitäler in diesen Regionen sollen ihre medizinischen Leistungen aufeinander abstimmen, sagt Michaela Moritz, Geschäftsführerin des Instituts für Gesundheitswesen. In der Region selbst sollte sich dann eine Schwerpunktsetzung ergeben, Leistungen sollten nicht mehr parallel angeboten werden, berichtet Moritz.
Nicht jedes Spital bietet alles an
So würde es dann in einer solchen Region etwa ein Schwerpunkt-Krankenhaus geben und andere, die eine medizinische Grundversorgung bieten, so die Gesundheitsexpertin. Nicht mehr jedes Spital soll - im Gegensatz zum jetzigen Krankenanstalten-Plan, der noch bis Ende 2004 gilt - fast alles anbieten. Das Schwerpunkt-Spital würde "höherwertige" und kompliziertere Leistungen wie Operationen anbieten, die Basis-Spitäler sollten sich etwa um die Versorgung chronisch Kranker annehmen. Zusätzliche medizinische Betreuung könnte außerhalb der Spitäler, etwa in Ambulatorien oder Gruppenpraxen angeboten werden.
Abbau von Pflegebetten
Derzeit gibt es in Österreich etwa 52.000 so genannte Akut-Betten, bis Ende 2004 soll diese Zahl - nach derzeitigem Krankenanstaltenplan um 2.000 verringert werden. Die zuletzt genannte Reduzierung durch den Abbau oder die Umwandlung in Pflegebetten um 16.000 bis 2006 ist für die Leiterin des Instituts für Gesundheitswesen nicht realistisch. (apa, red)
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