Mittwoch, 23. Juli 2003

SMS & MMS: Mobile Messaging bringt das große Geld

  • 14,5 Mrd. Dollar Umsatz in Westeuropa bis 2007
  • PLUS: Alle Infos über die neuen Multimedia-Handys

Ein weiteres kontinuierliches Wachstum bescheinigt der Marktforscher IDC dem Markt für Mobile Messaging: Demnach sollen die damit erzielten Umsätze bis zum Jahr 2007 alleine in Westeuropa auf über 14,5 Mrd. Dollar ansteigen. Damit wird Mobile Messaging zu einem wesentlichen Umsatzträger der Mobilkoms, schreibt IDC. Der Marktforscher rechnet darüber hinaus mit einem anhaltenden Erfolgslauf von SMS.

Mobile Messaging, das SMS, MMS und MIM (Mobile Instant Messaging) umfasst, sei die Initialzündung für mobile Datendienste, berichtet der Marktforscher. "Was auch immer über Killer-Applikationen geredet worden ist, so ist SMS der eigentliche Killer-Cocktail für Mobilbetreiber", sagte IDC-Analyst Paolo Pescatore. Die Annahmen, MMS werde die SMS-Umsätze schmälern, werden von dem Marktforscher nicht geteilt. Demnach haben die Kurznachrichten trotz des MMS-Launches in den vergangenen beiden Jahren ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben. "Es sind einige Möglichkeiten für SMS dazugekommen, die nicht nur den Providern, sondern auch Content-Anbietern und Ausrüstern Umsätze und neue Geschäftsfelder ermöglichen", betonte Pescatore. Dazu zählten etwa mobiles Marketing und interaktive Services wie Text-Voting.

MMS: Noch Kinderkrankheiten
Bei MMS (Mobile Multimedia Messaging Services) ortet IDC nach wie vor Kinderkrankheiten, wozu etwa die Kosten für ein MMS-fähiges Handy ebenso gehören wie die Preise für das Verschicken von Bildern. Das größte Hindernis für die massenhafte Verbreitung der Multimedia-Nachrichten sei aber der Versand über verschiedene Mobilfunk-Netze. Als Erfolg versprechendes MMS-Service bietet sich nach IDC-Ansicht etwa Voice-Mail an. Schlusslicht bei den Mobile-Messaing-Services bleibt laut dem Marktforscher MIM, das bisher trotz großer Aufwendungen einiger Mobilfunkbetreiber nicht erfolgreich entwickelt worden sei. "Nun lehnen sich manche Provider zurück und schauen, welche Entwicklungen stattfinden werden", sagte Pescatore. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • IDC-Website

    23.7.2003 09:42