Virtuelle Chartstürmer: Durch Downloads zum Popstar!
- Neue UK-Hitparade berücksichtigt auch Musik-Files
- Viele Downloads reichen bereits für eine gute Platzierung
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Song-Downloads ab 79 Cent möglich
Die British Phonographic Industry (BPI) startet neue Top-40 Single-Charts, die sowohl Verkaufszahlen von Single-CDs in Plattenläden als auch Downloads von legalen Musik-Websites berücksichtigen sollen. Das berichtete die BBC. Die althergebrachten Charts werden von der Konkurrenz aus dem Internet bedroht, erklärt Peter Jamieson, Executive Chairman der BPI. Verkäufe von Maxi-CDs schrumpften um 37 Prozent in der ersten Hälfte 2003 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Mit der Errichtung der neuen Charts will die BPI nun die Hitparade wieder beleben.
Musik-Downloads werden immer gefragter, in fünf Jahren könnten die Downloads den Verkauf in Musikgeschäften eingeholt haben, so der Bericht. "Fragen Sie mich nicht genau, wie das Verhältnis in fünf Jahren aussieht, vielleicht 50-50, vielleicht 60-40", so Jamieson im Gespräch mit BBC. Die Wachstumsrate hänge von dem Kapital ab, das die Musikindustrie in neue Services investiert.
"Aber als Musikindustrie antworten wir natürlich auf diese Bedürfnisse der Menschen", so Jamieson weiter. Erst kürzlich haben circa 5.000 Fans den neuen Track der Rock Band Muse für 99 Pence (1,39 Euro) heruntergeladen, das wären genug gewesen, um die Band in die Top-40 zu hieven.
Die neuen Charts werden Anfang 2004 starten. Unklar ist allerdings noch, ob die Hitparade freitags oder - wie bisher - sonntags veröffentlicht werden soll. (pte/red)
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