Sony-Gewinn brach im 1.Quartal um 98 Prozent ein
- Vor allem sinkendes Interesse an Spielkonsole Playstation 2
- Elektronik-Riese hält dennoch an Prognosen für Gesamtjahr fest
Der weltgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern Sony hat im abgelaufenen Quartal nur einen Bruchteil seines Vorjahresgewinns erzielt. Vor allem das sinkende Interesse für die Spielekonsole Playstation 2 sowie Umsatzrückgänge bei den Trinitron-Fernsehern, Audio-Systemen und Vaio-Laptops hätten den Gewinn gedrückt, teilte das japanische Unternehmen am Donnerstag in Tokio nach Börsenschluss mit. Außerdem habe es in diesem Jahr keine Gewinn bringenden Filmhits gegeben wie im Vorjahr "Spider Man".
Sony-Chef Takao Yuhara sieht allerdings Anzeichen für eine Besserung. "Wir waren besorgt, als die (Konsum-) Elektronikumsätze im April und Mai um fast zehn Prozent sanken, es gab aber im Juni eine Erholung", sagte er. Für das Gesamtjahr behielt das Unternehmen seine vorherige Ergebnisprognose.
Der Nettogewinn im Konzern sei im ersten Quartal des bis zum 30. März 2004 laufenden Geschäftsjahres um 98 Prozent auf 1,1 Mrd. Yen (8,2 Mio. Euro) gesunken, nach 57,2 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum, teilte Sony mit. Der Umsatz habe sich auf 1,6 (Vorjahr 1,72) Bill. Yen verringert. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Nettogewinn von 6,2 Mrd. Yen und einen Umsatz von 1,63 Bill. Yen prognostiziert.
Sony behielt trotz des schlechter als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnisses die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bei. Demnach erwartet Sony einen konsolidierten Reingewinn von 50 Mrd. Yen und einen Betriebsgewinn von 130 Mrd. Yen bei Umsätzen von 7,4 Bill. Yen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Sony seinen Gewinn auf 115,52 Mrd. Yen mehr als versiebenfacht. (apa, red)
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