Sonntag, 27. Juli 2003

British Airways sieht durch Streik Existenz bedroht

  • "Die Zukunft von BA liegt in den Händen der Unterhändler"
  • Streik vergangenes Wochenende betraf rund 80.000 Fluggäste

Die Fluggesellschaft British Airways (BA) sieht durch einen möglichen neuen Streik ihre Existenz bedroht. "Die Zukunft von BA liegt in den Händen der Unterhändler", sagte der Vorstandsvorsitzende der britischen Fluggesellschaft, Rod Eddington, am Sonntag vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften.

Durch einen wilden Streik des Bodenpersonals am vergangenen Wochenende hatten rund 80.000 Fluggäste teils lange Verspätungen hinnehmen müssen. Das Bodenpersonal protestierte mit der Aktion gegen geplante neue Arbeitsregelungen. Auch um Lohnerhöhungen wird gestritten. Falls die derzeitigen Verhandlungen scheitern, wollen die Gewerkschaften in diesem Sommer neue Streiks organisieren.

Eddington bezeichnete den Streik als "herben Rückschlag" für BA. Eine Wiederholung könne sich die Gesellschaft nicht leisten. "BA wird nicht versagen, wir werden Erfolg haben, aber wir haben kein Gott gegebenes Recht auf Erfolg", mahnte er. Nach einem Bericht des "Observer" ist der Gesellschaft durch die Arbeitsniederlegung am vergangenen Wochenende ein Schaden von bis zu 70 Millionen Euro entstanden. BA hatte im Geschäftsjahr 2002/2003 (31. März) einen Vorsteuergewinn von 135 Mio. Pfund (202 Mio. Euro) erzielt, nachdem im Vorjahr ein Verlust angefallen war. (apa)

27.7.2003 15:30