Ein Geschäft unter alten Bekannten ...
- "Wollen Vöslauer mit innovativen Produkten überholen"
- NEWS: Konkurrent Vöslauer bleibt in österreichischer Hand

·Kult-PLAKATE
Römerquelle belebt jetzt Coca Cola
Ein großer Wirtschafts-Deal überraschte Österreich Anfang der Woche: Römerquelle soll unter dem Dach von Coke Austria wieder eine spritzige Nummer eins werden. "Mit innovativen Produkten" will man Konkurrent Vöslauer ausbooten.
Dieter Moser, 46, General von Coca-Cola Beverages Austria, freut sich über seinen Neuerwerb, die burgenländische Römerquelle. Aber es ist ihm wichtig klarzustellen: „Römerquelle wurde von Coca-Cola Beverages Austria gekauft und nicht von der Coke Company in Atlanta. Ich weiß, wovon ich spreche, ich bin hier der Chef und habe diesen Deal persönlich unterschrieben.“
Diese Tatsache ist deshalb kein unwichtiges Detail, weil die österreichische Coke-Firma zur börsennotierten Coca-Cola Hellenic Bottling (HBC) mit Sitz in Athen gehört. Die HBC ist der zweitgrößte Coca-Cola-Abfüller der Welt, der das braune Brausegetränk in Lizenz in 26 europäischen Ländern vertreibt. Nur: HBC gehört nicht dem amerikanischen Coke-Konzern. Der US-Multi besitzt dort keine einzige Aktie.
Moser erklärt stolz: „Das war ein Geschäft zwischen Österreichern, zwischen alten Bekannten, die sich seit zwanzig Jahren kennen.“ Genauso lange vertreibt Coca-Cola Beverages Austria das burgenländische Mineralwasser schon in Österreich. Diese dicken Bande waren wahrscheinlich auch der Grund, weshalb der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé trotz ständigen Liebeswerbens um Römerquelle letztendlich das Nachsehen hatte. „Die Eigentümerfamilien wollten Nestlé nicht als Käufer“, erzählt Römerquelle-Geschäftsführer Anton Wandl: „Ich freue mich wirklich, dass wir unseren Wunschpartner bekommen haben.“ Der Kaufpreis, über den Stillschweigen vereinbart ist, wird mit 55 bis sechzig Millionen Euro kolportiert.
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